Paris Pledge - Das Versprechen von Paris

AKTUALISIERUNG (24.11.15):

Am 24. November 2015 hat der Versicherer Allianz einen weitgehenden Kohle-Ausschluss für seine Investitionen verkündet. Dies ist ein großer Erfolg für Umweltorganisationen wie urgewald. Wir hatten den Konzern seit Jahren dazu aufgefordert, Kohle-Investitionen zu beenden und mit der Kampagne "Paris Pledge" den Druck kurz vor dem Weltklimagipfel in Paris nochmal erhöht. Der Konzern hat sich für seine Ankündigung den Tag ausgesucht, an dem urgewald eine neue Studie zu den größten deutschen Braunkohle-Finanziers veröffentlicht, jeweils rund 7.000 Unterschriften im Rahmen von "Paris Pledge" an Deutsche Bank und Allianz überreicht und vor beiden Konzernzentralen protestiert hat. Wir wollen den Kurswechsel der Allianz kritisch verfolgen und auf eine konsequente Umsetzung dringen. Die Deutsche Bank gilt nun als Hauptziel der Kampagne "Paris Pledge" - ein Sinneswandel des größten deutschen Kohlefinanzierers ist bislang nicht zu erkennen.


Seit dem Jahr 2000 ist die globale Kohleproduktion um 69% angestiegen. Weltweit sind mehr als 1.200 Kohlekraftwerke geplant oder in Bau. Wenn all diese Kraftwerke ans Netz gehen und Kohle verbrennen, sind wir auf dem direkten Weg in die Klimakatastrophe. Banken und Investoren spielen hier eine verdeckte Schlüsselrolle. Ohne ihr Geld wird kein Kraftwerk gebaut und keine Kohlemine erschlossen. 



Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris wollen wir die Finanzierer der Kohleindustrie dazu bewegen, Verantwortung für die Rettung des Weltklimas zu übernehmen und einen verbindlichen Kohleausstiegsplan zu formulieren: das Versprechen von Paris.

Das Versprechen von Paris ist Teil der internationalen Kampagne Paris Pledge, im Rahmen derer Banken weltweit aufgefordert werden bis sechs Monate nach der Klimakonferenz in Paris einen Kohleausstiegsplan vorzulegen: www.dotheparispledge.org.

Eine Übersicht über die Rückmeldungen der deutschen Banken wird es in den nächsten Monaten hier auf dieser Seite geben.



Die deutschen Kohle-Schwergewichte: Deutsche Bank und Allianz
In Deutschland sind die Deutsche Bank und die Allianz die größten Finanzierer und Investoren der Kohle. Die Deutsche Bank hat die Kohleindustrie in den letzten zehn Jahren mit mehr als 15 Mrd. € finanziert und liegt weltweit auf Platz 10 der „Kohlebanken“. Der Beitrag zur Klimazerstörung der Allianz ist zwar geringer (2013/2014 waren es 1,6 Milliarden Euro) aber gerade der Versicherungskonzern sollte es besser wissen: Seit Jahren warnt er vor den Folgen des Klimawandels und fordert von der Politik entschlossenes Handeln.

Darum nehmen wir diese beiden Klima-Killer besonders in den Fokus: Wir fordern, dass sie den Ausstieg aus Kohleabbau- und Verbrennung versprechen, anstatt weiter unsere Zukunft aufs Spiel zu setzen.

Dabei setzen wir auf Ihre Unterstützung! Beteiligen Sie sich an unserer Protestaktion. Hier können Sie online unterschreiben. Alternativ können Sie persönliche Postkarten an die Vorstandsvorsitzenden von Deutsche Bank und Allianz schreiben, die Sie hier bestellen könnt.

        
Wir sammeln alle Onlineproteste und Postkartenbis die Klimaverhandlungen, die vom 30. November bis 11.Dezember in Paris stattfinden, beendet sind. Einen ersten Schwung überreichen wir bereits Anfang November an die Deutsche Bank und an die Allianz.