Kohlekraftwerke in Südafrika
Kohle-Divestment

urgewald-Datenbank enthüllt globale Kohle-Giganten

Allen Experten ist klar: Geht es so weiter mit der ungehemmten Verbrennung von Kohle weltweit, kann das Klimaziel von Paris nicht erreicht werden. Es sei denn, Banken, Versicherer und Investoren entziehen der Kohle das Geld - mit einem „Kohle-Divestment“! Statt diese schädliche Industrie mit weiterem Investment zu unterstützen, stoßen sie also ihre Anlagen ab und beenden auch weitere Finanzdienstleistungen. Damit das tatsächlich alle großen Kohlefirmen weltweit trifft, haben wir die „Global Coal Exit List“ (GCEL) zusammengestellt. Es ist die erste Datenbank, die das gesamte „Who is Who“ der globalen Kohleindustrie auflistet und Kriterien für ein wirksames Kohle-Divestment benennt. Der Animationsfilm klärt auf, warum unsere Recherche so wichtig ist.

Wir haben Milliarden bewegt!

Freunde der polnischen Kohle

Versicherer, die polnische Kohle unterstützen, fördern eine Industrie, die Tausende vorzeitige Todesfälle pro Jahr verursacht. Sie stellen sich auf die falsche Seite im Kampf gegen den Klimawandel.

Lucie Pinson, Unfriend Coal Kampagne
Protest

Allianz & Munich Re: Kohle-Wahnsinn stoppen!

Kohlekraftwerk Belchatow in Polen

Nach außen hin stellen sich die deutschen Versicherungsriesen Allianz & Munich Re gerne auf die Seite des Klimas. Dabei sind beide nach wie vor enge Verbündete der Kohlekonzerne. Eine neue Studie von urgewald und Partnern zeigt: Sie unterstützen sogar Firmen, die die Kohle-Expansion in Polen vorantreiben, neue Kraftwerke und Braunkohle-Tagebaue eröffnen wollen! Damit unterstützen Allianz und Munich Re die größten Feinde des Pariser Klimaschutz-Abkommens! Im April und Mai müssen sich die Versicherer auf ihren Hauptversammlungen gegenüber den Aktionär*innen rechtfertigen. Das bietet uns jetzt die Chance sie zum Handeln zu bewegen! (Hintergrundinfos)

Interessante Fakten zu Kohle in Europa

Giftige Kohle-Emissionen: Größte Kohlekraftwerksbetreiber der Welt
Größte Kohlekraftwerksbetreiber der Welt. (Grafik: Julia Kliemann; Foto: Shutterstock)
  • Größter Kohlekraftwerksbetreiber in Europa ist der deutsche Konzern RWE mit einer installierten Kohlekapazität von 20.163 MW. Mit einer Jahresproduktion von 91 Millionen Tonnen ist RWE auch der größte Braunkohleförderer der Welt.
  • Der größte Kohleproduzent mit Sitz in der EU ist Anglo American. Die Kohleminen befinden sich in Südafrika, Kolumbien und Australien, wo jährlich 95 Millionen Tonnen Kohle gefördert werden.
  • Obwohl der Kohlebergbau in Europa rückläufig ist, wollen einige Unternehmen nach wie vor ihr Kohlegeschäft ausweiten: 20 Unternehmen aus der EU haben Pläne für den Ausbau von Kohlekraftwerken oder -minen außerhalb Europas. Innerhalb der EU sind die größten Erweiterungen in Polen geplant, wo vier Unternehmen neue Kohlebergwerke planen und fünf Unternehmen neue Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 10.845 MW bauen wollen. Das größte unter ihnen ist PGE (5.260 MW Kohle-Expansionspläne), gleichzeitig die Nummer 1 unter den Kohlekraftwerksentwicklern in Europa.
  • Das europäische Unternehmen, das in den meisten außereuropäischen Ländern tätig ist, ist Engie aus Frankreich, das Kohlekraftwerke in Australien, Mongolei, Marokko, Chile, Peru und Brasilien betreibt.

Sehen Sie alle interessanten Fakten aus unserer Recherche zur globalen Kohle-Industrie & zu ihrer Rolle in verschiedenen Weltregionen (Englisch).

Zitat aktuell

Munich Re-Jahresbilanz: Kein Fortschritt beim Klimaschutz

Zur heutigen Bilanzpressekonferenz der Munich Re sagt Regine Richter, Energie- und Finanz-Campaignerin bei urgewald:

„Obwohl die Munich Re klargemacht hat, dass Naturkatastrophen ihr Geschäft im Jahr 2017 dominiert haben, geht sie eine offensichtliche Konsequenz daraus nicht an: Kohlegeschäfte zu beenden.“
 

Heffa Schücking während der Kohle-Divestment-Kampagne in Norwegen (Foto: urgewald)

„Stolpersteine für den Klimaschutz“ - Heffa Schücking im Interview

Leuchtendes Divestment-Vorbild: Eine Erfolgsgeschichte aus Norwegen

Der „Norwegian Government Pension Fund Global“ war bislang einer der wichtigsten Investoren für die globale Kohleindustrie. Doch im Mai 2015, nach einer monatelangen Kampagne von urgewald und norwegischen Partnern, beschloss das Parlament in Oslo einstimmig große Kohlekonzerne aus dem Portfolio zu werfen. Wie kam es zu diesem Durchbruch? Fünf Gäste aus verschiedenen Kohle-Regionen der Welt haben eine zentrale Rolle gespielt. Unser Kurzfilm erzählt ihre und unsere Erfolgsgeschichte.

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