Banks against Future

Die Kohle- und Rüstungsfinanzierungen deutscher Banken
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Wir erleben momentan, was eine Krise bedeutet. Seit Jahrzehnten sprechen Wissenschaftler*innen auch bei der globalen Erwärmung von einer Klimakrise. Eine Krise mit schwerwiegenden und unumkehrbaren Auswirkungen auf den Menschen und den Lebensraum. Gleichzeitig wird seit Jahren vor einer hemmungslosen weltweiten Aufrüstung gewarnt. Die Klimakrise wird Verteilungskämpfe verstärken. Waffen und die hochgerüsteten Grenzen werden die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern der Krise verstärken.

Mit Banks against Future zeigen wir, dass fast alle deutsche Banken zwar Kohlekraftwerke nicht mehr direkt finanzieren, aber noch bereitwillig Unternehmen mit Geld versorgen, die unverändert an der Kohleverbrennung festhalten oder sogar noch neue Kohlekraftwerke bauen. Ähnlich sieht es im Öl- und Gasbereich aus. Diese Finanzierungen verstoßen gegen das Pariser Klimaziel, die globale Erwärmung auf unter 2°C zu begrenzen. Denn um dies zu erreichen, darf nach Aussagen von Wissenschaftler*innen und der UN kein neues Kohlekraftwerk mehr gebaut werden und nach Angaben des Weltklimarats IPCC müssen Industrieländern bis spätestens 2030 aus der Kohle ausgestiegen sein.

Grafik mit Kohlekraftwerken, welche Banken am Meisten Firmen finanziert haben die neue Kohlekraftwerke bauen
Deutsche Banken und die Finanzierung von Unternehmen, die noch neue Kohlekraftwerke bauen oder planen, in den Jahren 2016-2019 (Quelle: coalexit.org)

 

Andere Banken sind schon weiter

Außerhalb Deutschlands gibt es schon konventionelle Banken, die deutlich weiter sind: Die französischen Banken Crédit Agricole und Crédit Mutuel schließen Kohleunternehmen zu einem Großteil aus, auch die niederländische ING oder die britische RBS haben zukunftsfähigere Kohlerichtlinien.

Weltkugel-Ranking von brennender Erde bis grüner je nach Kohlerichtlinie
Bedeutung der jeweiligen Kohlerichtlinie(n) für die Zunkunft

 

Im Rüstungsbereich fehlen fast allen Banken Richtlinien, die verhindern, dass sie Firmen finanzieren, die ihre Rüstung an menschenrechtsverletzende und/oder kriegsführende Staaten liefern. So haben zum Beispiel die Rüstungsunternehmen Rheinmetall, BAE Systems und Boeing in den letzten Jahren Rüstung an Saudi-Arabien geliefert. Saudi-Arabien führt seit 2015 einen grausamen Krieg im Jemen. Deutsche Bank, Commerzbank und auch Teile der Sparkassen-Gruppe haben diese Unternehmen in den letzten Jahren finanziert oder Anteile an ihnen gehalten.

Forderungen an die Banken