Klimaschutz: „AXA überholt Allianz“

Zitat aktuell
Berlin/Paris ,  27.11.2019

Mit einer heute veröffentlichten neuen Kohle-Richtlinie führt der französische Allianz-Konkurrent AXA weitere Einschränkungen seiner klimaschädlichen Kohlegeschäfte ein. So beendet AXA sofort die Versicherung von und Investitionen in Unternehmen, die neue Kohlekraftwerke oder –minen planen. Zudem plant AXA, ab 2030 in EU- und OECD-Ländern komplett Kohle-frei zu sein und ab 2040 weltweit. Darüber hinaus hat sich AXA der Net Zero Asset Owner Alliance angeschlossen, deren Mitglieder ihre Portfolios so gestalten wollen, dass diese dem 1,5° Ziel des Pariser Klimaabkommens entsprechen.

Dazu kommentiert Regine Richter, Energie-Campaignerin bei urgewald:

„Im Wettlauf um die ehrgeizigsten Klimaziele hat AXA gegenüber Allianz nicht nur aufgeholt, sondern gleich überholt. Die Allianz hat versprochen bei Versicherungen und Investitionen erst bis 2040 kohlefrei zu sein. Für EU- und OECD-Länder ist das zehn Jahre zu spät, wenn wir die Klimaziele ernst nehmen. Gleiches gilt für Talanx und Hannover Re, die 2038 als Enddatum haben. Der deutsche Rückversicherungsriese Munich Re stellt sich bei diesem Thema komplett hinten an, er hat bisher kein Kohleausstiegsdatum genannt. Die deutschen Versicherer haben nun ein Vorbild, an dem sie sich orientieren sollten. Die Klimakrise drängt sie zum schnellen Handeln.“

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