Deutsche Bank (Online-Hauptversammlung)

Hauptversammlung
Aktivisten mit Ölfass

Gemeinsam mit dem Koala Kollektiv aus Frankfurt haben wir zur Hauptversammlung der Deutschen Bank gegen Investitionen in die fossile Industrie protestiert. Besonders ein Unternehmen sticht bei den Geschäften des Geldhauses hervor: Ölgigant ExxonMobil.

Die Deutsche Bank unterstützt eines der klimaschädlichsten Unternehmen unserer Zeit

Neueste Finanzrecherchen von urgewald zeigen, dass die Deutsche Bank Exxon Mobil unterstützt, eines der weltweit größten multinationalen Öl- und Gasunternehmen. Die Deutsche Bank belegt den 12. Platz der größten globalen Banken und den 6. Platz unter den größten europäischen Banken, die die fossilen Aktivitäten von Exxon Mobil mit Krediten und Zeichnungsdienstleistungen unterstützen. Sie ist der fünftgrößte europäische Investor in Exxons Aktien und Anleihen.

Exxon leitet derzeit eines der größten Bohrprojekte unserer Zeit vor der Küste von Guyana. Das Ultra-Tiefsee-Bohrprojekt birgt ein hohes Risiko für eine Ölpest. Bohrunfälle könnten die Meeres- und Küstentierwelt in der gesamten Karibik zerstören und die Ökotourismusbranche der Region, die jährlich 16 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet und 650.000 Arbeitsplätze umfasst, schwer schädigen.

Die Reserven im gesamten Guyana-Suriname-Becken enthalten schätzungsweise mindestens 13,6 Milliarden Barrel Öl und 32 Billionen Kubikfuß Erdgas. Wenn alle Reserven ausgebeutet und verbrannt würden, könnten die daraus resultierenden Emissionen fast 860 Millionen Tonnen CO2 aus Öl und 1,7 Milliarden Tonnen aus Erdgas betragen - weit mehr als der Stromsektor der USA während eines ganzen Jahres emittiert.

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Japan: Unterstützung für Kohleexpansionsprojekte

Die Deutsche Bank ist in alle 14 japanischen Kohlekraftwerksentwickler investiert und bietet auch Bankdienstleistungen für mehrere dieser Unternehmen an. Zum Beispiel gingen USD 35 Millionen aus den Kredit- und Zeichnungsdienstleistungen der Deutschen Bank im Jahr 2019 an das japanische Handelshaus Marubeni und das Versorgungsunternehmen Chugoku. Marubeni kündigte im September 2018 an, keine neuen Kohlekraftprojekte zu starten. Marubeni ist jedoch weiterhin in Projekte investiert, die insgesamt mehr als 4 GW neue Kohlekraftwerke in Japan, Indonesien, Vietnam und Südafrika hinzufügen würden. Chugoku entwickelt derzeit über 3 GW neue Kohlekraftwerke in Japan und Malaysia.

Weitere Fotos gibt es hier:

flickr.com/photos/urgewald

20.05.2020

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    Bild Anprechpartner   Regine Richter

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    Dr. Barbara Happe
    Banken- und Rüstungskampagnen
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