Das Pressearchiv

9. November 2011

Der brasilianische Atomkraftwerksbetreiber Electronuclear legt heute einen „Antwortbericht auf Fukushima“ vor. Mit diesem wird auf nationale und internationale Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks Angra 3 und Sicherheitsbedenken bezüglich der brasilianischen Atomanlagen reagiert. In dem Bericht werden gut 50 Maßnahmen genannt, um die Sicherheit der Atomanlagen im brasilianischen Angra dos Reis zu erhöhen. Die Kosten dafür werden auf rund 125 Mio. € in den nächsten drei Jahren geschätzt.

10. Oktober 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel reist heute in die Mongolei und will dort ein Rohstoffpartnerschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Mongolei abschließen. Außerdem hofft sie, dass bei der Gelegenheit ein Milliardenvertrag mit deutschen Bergbauunternehmen unterzeichnet wird. Ein Konsortium mit ThyssenKrupp, RWE und Siemens möchte im Tavan Tolgoi Gebiet in der Wüste Gobi etwa 100 Millionen Tonnen Kokskohle abbauen. Das Gebiet liegt etwa 540 Kilometer südlich der Hauptstadt Ulan Bator.

6. Oktober 2011

Am Dienstag, den 4. Oktober 2011, wurde Dragan Tomic, ehemaliger Chef der Kolubara Braunkohlemine sowie weitere 16 Manager der Mine in Serbien verhaftet. Allen wird Veruntreuung vorgeworfen. Sie sollen den staatlichen Braunkohlekomplex um 12 Millionen Euro gebracht haben, indem sie überhöhte Leasinggebühren für Maschinen und Ausrüstung des Braunkohleabbaus berechneten.

29. September 2011

Tenhagen prognostiziert Konzernkritikern „viel Aufwind“ in nächsten Jahren
Mitgliederversammlung bestätigt Führungsteam Kerschgens, Russmann und Moritz

Köln – Die Mitgliederversammlung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre hat Barbara Happe neu in den Vorstand gewählt. Die Bankenexpertin der Menschenrechts- und Umweltorganisation urgewald bildet jetzt zusammen mit Dorothea Kerschgens, Paul Russmann und Bernd Moritz, die in ihren Vorstandsämtern bestätigt wurden, das vierköpfige Führungsteam der alternativen Aktionärsvereinigung.

22. September 2011

Die Bundesregierung hat die gestrige Haushaltssitzung genutzt, um die Grundsatzzusage für das brasilianische Atomkraftwerk Angra 3 zu verlängern. Der zuständige Interministerielle Ausschuss hatte bereits Anfang September beschlossen, die ausgelaufene Grundsatzzusage für Angra 3 zu verlängern. Bevor diese Entscheidung wirksam wurde, musste aber noch der Haushaltsausschuss darüber unterrichtet werden.

21. September 2011

Vor der Sitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses haben heute Atomkraftgegner vor dem Paul-Löbe-Haus gegen eine Hermes-Bürgschaft in Höhe von 1,3 Milliarden Euro für das umstrittene Atomkraftwerk Angra 3 in Brasilien protestiert. Eine Merkel-Großpuppe hielt einen „Rettungsschirm“ über einen „Atomlobbyisten“, der ein Atomkraftwerk mit Brasilienflagge auf dem Arm trug. Dagegen protestierten Bürger lautstark mit Trillerpfeifen, Vuvuzuelas, Töpfen und Schildern. Zu der Protestaktion hatten das Kampagnennetzwerk Campact, die Umweltorganisation urgewald und Attac aufgerufen.

13. September 2011

Das Europäische Parlament hat heute einen Bericht von Reinhard Bütikofer zur Rohstoffinitiative der Kommission angenommen. Der Bericht fordert unter anderem strikte Standards und Transparenz bei Bergbauaktivitäten und die Sicherstellung von positiver Entwicklung in den Bergbauländern. Die Europäische Investitionsbank (EIB), die kontroverse Bergbauprojekte finanziert hat, soll die Entwicklungswirkung von solchen Projekten besser prüfen.

12. September 2011

Die Bundesregierung will eine Hermesbürgschaft über 1,5 Milliarden Euro für das umstrittene brasilianische Atomkraftwerk Angra 3 vergeben, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Wochenende mit Hinweis auf Regierungskreise. Bereits Anfang 2010 erteilte der innerhalb der Bundesregierung zuständige Interministerielle Ausschuss eine Grundsatzzusage für die Bürgschaft. Diese war Ende Juli 2011 ausgelaufen und wurde nicht automatisch verlängert, da der Haushaltsausschuss nach Fukushima eine Neubewertung verlangt hatte.

11. September 2011

Deutsche Banken verdienen weiter am Geschäft mit völkerrechtswidrigen Waffen. NRO appellieren an Bundesregierung: Endlich Investitionen in Streubomben und Landminen verbieten!

7. Juli 2011

Die brasilianische Anwaltskammer hat sich am 5. Juli an den Obersten Brasilianischen Gerichtshof gewandt, um einen Baustopp für das Atomkraftwerk Angra 3 zu erwirken. „Die Anwaltskammer ist eine alt-ehrwürdige Institution, die die besten Juristen des Landes vereinigt. Wenn sie sich an den Obersten Gerichtshof wendet, hat sie den Fall zuvor juristisch genau geprüft und ist von ihrer Argumentation überzeugt“, erklärt Sergio Dialetachi, Energieexperte aus Brasilien.

6. Juli 2011

Umweltorganisationen kritisieren Doppelmoral deutscher Atompolitik und fordern Rücknahme der Hermesbürgschaft für das brasilianische AKW Angra 3. Aktivisten der Organisationen urgewald, Campact und Attac protestierten heute vor dem Kanzleramt in Berlin gegen eine deutsche Hermes-Bürgschaft für das brasilianische Atomkraftwerk Angra 3. Sie hatten in den letzten Wochen über 125.000 Unterschriften gegen die Bürgschaft gesammelt, die Wirtschaftminister Rösler übergeben werden sollen.

27. Juni 2011

67 Nichtregierungsorganisationen aus 12 arabischen Ländern warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den EU- und US-finanzierten Hilfspaketen (2) für postrevolutionäre Länder in der Region. Sie befürchten, dass diese den Prozess der demokratischen Transformation und die wirtschaftlichen und sozialen Ziele der Revolutionen gefährden.

8. Juni 2011

urgewald und Greenpeace werfen schwarz-gelber Bundesregierung Doppelmoral vor

26. Mai 2011

Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank fordern die Organisationen urgewald und Facing Finance den Konzern auf, sich endlich von seinen ethisch und ökologisch verantwortungslosen Geschäftspraktiken zu verabschieden.

urgewald und Facing Finance haben besonders die Waffengeschäfte der Deutschen Bank im Visier. Aktuelle Recherchen der beiden Organisationen zeigen, dass die Deutsche Bank Group in Finanzdienstleistungen für Streumunitionshersteller im Wert von etwa 750 Millionen US$ verstrickt ist.

24. Mai 2011

Am Tag des Börsengangs des schweizerischen Rohstoffhändlers Glencore wenden sich 50 Mitglieder des Europaparlaments in einem offenen Brief an die EU Ratspräsidentschaft und die EU Kommission. Sie fordern ein Moratorium bei öffentlicher EU Finanzierung für Bergbauprojekte bis hinreichende Standards und Regulierungen für Bergbaufinanzierungen eingeführt sind. Die unterzeichnenden Europaparlamentarier vertreten Sozialdemokraten, Grüne, Linke und die liberale Gruppe.

23. Mai 2011

Am Wochenende ging eine einwöchige Atomblockade im Nordosten Brasiliens zu Ende. Über 3.000 Anwohner der brasilianischen Uranmine Caetité im Bundesstaat Bahia hatten einen aus São Paulo kommenden Atomtransport blockiert. Die Anwohner sperrten die Hauptzufahrtsstraße zu der Uranmine. Die staatliche Atombehörde INB hatte den Transport geheim halten wollen, aber Gewerkschafter erfuhren davon und informierten die Gemeinde Caetité. Die Anwohner formierten sich zu einer "menschlichen Barriere" und blockierten die zwölf auf Lastwagen angelieferten Container.

19. Mai 2011

Bombengeschäfte deutscher Banken mit Streumunition gehen weiter!
Mitte April dieses Jahres haben Gaddafi-treue Regierungstruppen Wohngebiete in der libyschen Stadt Misrata mit Streumunition beschossen, wobei Menschen getötet und verletzt worden sind. Produziert wurde diese Munition vom Typ MAT 120 im Jahr 2007 von der spanischen Firma Instalaza S.A. Recherchen von urgewald und dem NRO-Bündnis FACING FINANCE decken nun auf, dass die Deutsche Bank zum Herstellungszeitpunkt der wichtigste Finanzier dieses Unternehmens war.

6. Mai 2011

Atombank oder ...?
Die Commerzbank feiert bei der diesjährigen Hauptversammlung die „neue Commerzbank“, die aus der Zusammenlegung von Commerz- und Dresdner Bank entstanden ist. Diese will „Herausforderungen annehmen und Ziele erreichen“. Wir hätten da eine Idee für die Herausforderungen und Ziele, die die Commerzbank sich setzen könnte: ihre Energiefinanzierung neu gestalten.

4. Mai 2011

Anlässlich der Hauptversammlung von E.ON am morgigen 5. Mai in der Essener Gruga-Halle fordern die Umweltorganisation urgewald und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen den Konzern auf, sich von seiner verantwortungslosen Energiepolitik zu verabschieden. Denn E.ON hat zwar medienwirksam auf eine Klage gegen das Atommoratorium verzichtet, warnt jedoch laut vor einem „vorschnellen Atomausstieg“.

19. April 2011

Die Umweltorganisation urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionäre fordern die RWE AG bei der morgigen Hauptversammlung in Essen auf, sich von ihrer verantwortungslosen Atompolitik zu verabschieden, die Klage gegen das Atom-Moratorium zurückzuziehen und den Vorstandsvorsitzenden Großmann zu entlassen.

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