Hannover Re-Quartalszahlen: „Konzern versucht sich seiner Verantwortung zu entziehen.“

Zitat aktuell
Hannover ,  08.11.2018

Zur heutigen Präsentation der Hannover Re-Quartalszahlen sagt die urgewald-Energiecampaignerin Regine Richter: 

„Der drittgrößte Rückversicherer der Welt versucht sich bei der Versicherung von Kohleprojekten seiner Verantwortung zu entziehen. Seine größten Konkurrenten,  die Rückversicherer Swiss Re und Munich Re, haben ihre Kohleversicherung massiv eingeschränkt, ebenso die Allianz. Nur Hannover Re hält verbissen an der Kohleindustrie fest. Es ist unklar, ob der Konzern damit hofft, fallen gelassene Geschäfte der Konkurrenz abzugreifen, oder ob das Unternehmen der Meinung ist, sein Agieren habe keinen Einfluss auf den Klimawandel. In jedem Fall ist das Verhalten unverantwortlich. Es ist höchste Zeit, dass Hannover Re sich ein Beispiel an der Allianz und Munich Re nimmt und aufhört, letzter Rettungsanker der Kohleindustrie zu sein.“

Zum Kontext:

Der Rückversicherer verteidigt sein fortwährendes Engagement in der Versicherung von Kohleprojekten, zuletzt durch ein Interview seines Noch-Vorstandsvorsitzenden Ulrich Wallin bei der Rückversicherer-Konferenz in Monte Carlo im September 2018. Wallin wies dabei die Verantwortung für die Nutzung von Kohle komplett der Politik zu. Wenn ein Land sich für Kohleverstromung entscheide, sei die Versicherung von Kohlekraftwerken und -minen vollkommen legitim und legal und Hannover Re werde dies weiter tun.

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