Recyclingpapier

Recyclingpapier schützt die Umwelt
Angesichts des weltweit stark zunehmenden Verbrauchs an Holzressourcen ist der Einsatz von Recyclingpapier wichtiger denn je. Fast die Hälfte des deutschen Papierverbrauchs besteht aus grafischen Papieren, deren Altpapieranteil bei nur 22 Prozent liegt. Unternehmen und öffentliche Verwaltungen gehören zu den wichtigsten Verbrauchern dieser Papiere. Gerade bei ihnen hielten sich lange Zeit alte Vorurteile: Recyclingpapier sei zu grau, zu teuer und ungeeignet für Drucker und Kopierer. So war im Bürobereich die Nachfrage nach umweltfreundlichen Papieren in den letzten Jahren stark rückläufig, während gleichzeitig der Verbrauch von Primärfaserpapieren weiter zunahm.

Obwohl Deutschland weltweit als Vorbild in Sachen Altpapierrecycling gilt und einen hohen Einsatz an Altpapier in der Papierproduktion zu verzeichnen hat, stagnierte der Markt für Recyclingpapiere über längere Zeit. Heute wird fast die Hälfte des in Deutschland umweltfreundlich produzierten Papiers exportiert, während im Gegenzug mehr als die gleiche Menge von oft unter fragwürdigen Bedingungen produzierten Primärfaserpapieren importiert wird.

Dabei erfüllt modernes Recyclingpapier heute höchste technische Ansprüche und schneidet in Imageuntersuchungen hervorragend ab. Es ist also an der Zeit, dieses umweltfreundliche Papier, das auch Bestnoten in Sachen Ökologie erhalten hat, stärker einzusetzen.

Recyclingpapier - beste Qualität
Durch eine Optimierung der Aufbereitungsverfahren und der weiteren Bearbeitung konnte die Qualität von Recyclingpapieren in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden.

Die Zeiten des grauen Recyclingpapiers gehören längst der Vergangenheit an. Mittlerweile existieren in der optischen und haptischen Wahrnehmung keine signifikanten Unterschiede mehr zu Frischfaserpapieren. Im Gegenteil: Wie das Meinungsforschungsinstitut Emnid Ende 2005 in einer bundesweiten repräsentativen Umfrage feststellte, waren sich Betrachter nicht sicher, ob ihnen ein Recycling- oder ein Frischfaserprodukt vorlag.

Mittlerweile ist Recyclingpapier nicht nur in Weißegraden zwischen 60 und 100 Prozent, sondern auch in höchster Qualität und unterschiedlichsten Grammaturen zu erhalten. Einem Einsatz für qualitativ hochwertige Druckwerke – wie zum Beispiel Imagebroschüren oder Geschäftsberichte – steht somit nichts mehr im Wege.

Neben der deutlichen Reduzierung des Papierverbrauchs ist der Einsatz von Recyclingpapier der wichtigste Schritt hin zu einem Nachhaltigen Papierkonsum.

Für diese Vision engagiert sich urgewald seit jeher. Um gemeinsam mehr zu erreichen, gründete urgewald 1999 gemeinsam mit der Stadt Löhne und der Verbraucherzentrale NRW die Initiative 2000 plus. 2011 hat sich die Initiative umbenannt in bundesweites Netzwerk PAPIERWENDE.

Weitere Partner kamen schnell dazu. Heute engagieren sich 8 Umwelt- und Verbraucherbände in NRW gemeinsam für einen nachhaltigen Papierkonsum. Das Modell macht Schule: Das Netzwerk ist über NRW hinaus bereits in 12 weiteren Bundesländern aktiv. Mehr als 65 Partnerorganisationen und Kommunen haben sich der Initiative bisher bundesweit angeschlossen. Weitere Informationen zum bundesweiten Netzwerk PAPIERWENDE

Wenn Sie mehr zum Thema Recyclingpapier wissen möchten, wenden Sie sich an:
Agnes Dieckmann
agnes@urgewald.de
02583-9189931