Deutsche Bank: Leistung, die Leiden schafft

Die Deutsche Bank stellt sich gern als besonders umweltbewusstes Unternehmen dar, z.B. mit der Modernisierung ihrer Firmenzentrale in Frankfurt nach ökologischen Standards. Lassen Sie sich nicht von dieser grün-glitzernden Fassade blenden! Denn die Geschäftspolitik der Bank sieht anders aus. In Sachen ökologische und soziale Nachhaltigkeit gehört die Deutsche Bank zu den Schlusslichtern weltweit.

Der deutsche Bankenprimus hat an die 20 Selbstverpflichtungen zur Nachhaltigkeit unterzeichnet. Auswirkungen auf die Vergabepraxis hat das nicht. Im Gegenteil: Die Deutsche Bank unterhält Geschäftsbeziehungen zu Kunden, die bei anderen Finanzdienstleistern längst auf dem Index stehen.

Deutsche Bank: Partner für Umweltverbrecher
Zu den besonders fragwürdigen Kunden zählt das britische Bergbauunternehmen Vedanta. Der Konzern ist bekannt dafür, weltweit Gesetze zu missachten. Die indische Vedanta-Tocher errichtete z.B. eine Aluminiumhütte, mit massiver Waldzerstörung, Gewässerverseuchung und Vertreibung als Folge. Doch damit nicht genug. Für die Gewinnung von Bauxit will Vedanta indigene Heiligtümer und Kulturstätten zerstören. Andere Finanzdienstleister haben Vedanta aus ihrem Portfolio gestrichen, die Deutsche Bank hält an diesem Skandalkunden fest.
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: Beitrag WDR-Markt "Deutsche Bank - Image und Realität"

Deutsche Bank: Hausbank für Nuklearfinanzierungen
Ende 2007 beteiligte sich die Deutsche Bank an einem Kredit für den französischen Atomkonzern Areva, der mit dem Geld das südafrikanische Bergbau-Unternehmen UraMin gekauft hat. Im Niger ist Areva schon seit 40 Jahren aktiv. Der Effekt: radioaktive Belastung des knappen Trinkwassers und erhöhte Hintergrundstrahlung. Die Minenarbeiter leiden unter Hautausschlägen, Leukämie, Nieren- und Lungen- krankheiten. Ungeachtet dessen will Areva eine weitere Uranmine in der Konfliktregion im Norden Nigers erschließen – die Deutsche Bank stört das nicht.

Deutsche Bank: Geld für Unrechtsregimes
Turkmenistan, das auch nach dem Tod des Diktators Niyazov autoritär regiert wird, lässt einige seiner Staatskonten in Frankfurt/ Main verwalten. Das Land wird von Transparency International als eines der korruptesten der Welt gelistet. Während Niyazovs Herrschaft wurden bis zu 3 Mrd. US $ bei der Deutschen Bank gebunkert. Ein Vertrag von 2002 zeigt, dass z.B. Einnahmen aus Gasgeschäften mit der Ukraine auf das Konto Nr. 949924500 bei der Deutschen Bank eingezahlt werden sollten. Nach Aussagen des früheren Zentralbankchefs betrachtete der Diktator diese Gelder als sein persönliches Besitztum. Gewaltige 75 Prozent der Staatsausgaben wurden außerhalb des offiziellen Budgets geführt. Als wichtigster Helfershelfer dabei: die Deutsche Bank.

Drei Beispiele von vielen. „Banken müssen Umwelt und Menschenrechte bei ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen“, fordert urgewald-Mitarbeiterin Dr. Barbara Happe. „Als ethisches Mindestmaß muss es klare Ausschlusskriterien geben: kein Geld für Diktaturen, schwerwiegende Umweltschäden, geächtete Waffen oder Menschenrechtsverletzungen.“

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Weitere Informationen zur Deutschen Bank haben wir im Dossier Deutsche Bank - ein fragwürdiges Markenzeichen zusammengetragen. Sie können die Broschüre hier bestellen.

Auf der Internetseite www.bank-geheimnisse.de finden Sie Informationen über 13 internationale Großbanken. Hier können Sie ebenfalls aktiv werden, Protestmails versenden, andere informieren usw..