Beiträge zur Kampagne

12. Oktober 2017

Berlin, 12.10.2017 Die Exportkreditagenturen der G20-Staaten fördern weltweit klimaschädliche Projekte in Milliardenhöhe – darunter auch neue Gas- und Öl-Vorhaben, die die Klimaziele der Weltgemeinschaft direkt torpedieren. Dies ergibt ein heute veröffentlichter Bericht der NGOs Friends of the Earth USA, WWF und Oil Change International, den urgewald in Deutschland mit herausgibt. Für die Studie wurde die Unterstützung der G20-Staaten für Exportgeschäfte im Energiebereich in den Jahren 2013 bis 2015 untersucht.

6. Oktober 2017

Vom 13. - 15. Oktober tagt die weltweit einflussreichste Entwicklungsinstitution in Washington D.C. Zusammen mit NGO-Experten aus aller Welt will urgewald bereits im Vorfeld im Rahmen des Civil Society Policy Forum die Vertreter der Bank und ihrer Mitgliedsstaaten zu Verbesserungen drängen. Gefahren sieht urgewald derzeit vor allem durch die Schwächung fundamentaler Schutzstandards, klimaschädliche Kredite sowie problematische Partnerschaften mit der Privatwirtschaft (vgl. Veranstaltungen unten).

29. September 2017

Im vergangenen Jahr hat die Ölpipeline Dakota Access in den USA weltweit für Aufsehen gesorgt. Sie hat schwerwiegende Folgen für das Klima, die Umwelt und die Sicherheit von Trinkwasserquellen. Ihr Bau missachtete die Rechte der amerikanischen Ureinwohner im Bundesstaat North Dakota, durch deren Land die inzwischen fertiggestellte Pipeline verläuft. Die Bilder der energischen Proteste des Stamms Standing Rock Sioux und Tausender Unterstützer weltweit gingen durch die Medien, auch die Bilder von Polizeigewalt und eines uneinsichtigen Pipeline-Konsortiums.

28. September 2017

Die urgewald-Partnerorganisationen Climate Action Network (CAN) Europa, Overseas Development Institute (ODI) und Green Budget Germany haben heute einen Bericht zu Subventionen für fossile Energieträger durch elf europäische Länder und die EU zwischen 2014 und 2016 veröffentlicht. Trotz des Versprechens schädliche Subventionen bis 2020 zu beenden, vergaben sie über 112 Mrd. Euro jährlich für die Produktion und den Verbrauch fossiler Energieträger. Vor allem der Verkehrssektor profitiert davon mit über 49 Mrd. Euro, etwa durch Steuererleichterungen für Diesel.

22. September 2017

Der Skandal um Geldwäsche und die Beeinflussung europäischer Politiker durch das Regime in Aserbaidschan erreicht nun auch die deutsche Politik. Eine deutsche Politikerin und das bislang von der Bundesregierung mit vorangetriebene Gaspipelineprojekt Southern Gas Corridor stehen nun im Zusammenhang mit den Enthüllungen zum „Azerbaijani Laundromat“. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat die CDU-Abgeordnete Karin Strenz Geld über ein Firmengeflecht erhalten, das von der Alijew-Regierung finanziert wird.

6. September 2017

Zum Geldwäscheskandal in Aserbaidschan (Stichwort "Azerbaijani Laundromat") sagt Regine Richter, urgewald-Expertin für öffentliche Banken:

5. Juli 2017

Hamburg, 5.7.2017     Vor dem G20-Treffen Ende der Woche haben Umweltorganisationen den Bericht „Talk is Cheap: How G20 Governments are Financing Climate Disaster“ veröffentlicht. Er zeigt auf, dass die G20-Staaten fast viermal so viel öffentliches Geld für Öl, Gas und Kohle zur Verfügung stellen wie für saubere Energieformen. In den Jahren 2013 bis 2015 unterstützten die G20 fossile Energie mit jährlich 71,8 Milliarden, saubere Energie wie Solar und Wind mit 18,7 Milliarden US-Dollar.

27. April 2017

Für Konzerne weltweit klingt die Idee verführerisch: Mit neuen Naturschutzgebieten und anderen Ausgleichsmaßnahmen wollen sie die Schäden durch Minen, Straßen und Kraftwerke "wieder gut machen".

25. April 2017

München, 25.4.2017    Zur morgigen Hauptversammlung der Münchener Rück kritisieren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen die zögerliche Haltung des Konzerns bei klimaschädlichen Kohlegeschäften. Während der weltweit größte Rückversicherer selbst immer wieder vor der Rolle des Klimawandels bei Unwettern warnt, hinkt er gleichzeitig der Branchenkonkurrenz bei Richtlinien zum Abbau von Kohle-Investitionen stark hinterher. Lediglich bei ihren Aktienanlagen meidet die Münchener Rück Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle oder Kohleerzeugnissen machen.

12. April 2017

Vor der Frühjahrstagung der Weltbank vom 21. - 23. April in Washington D.C. drängen NGOs aus aller Welt die Bank zur Einhaltung ihrer Klimazusagen. Analysen zeigen, dass die weltweit einflussreichste Entwicklungsinstitution nach wie vor indirekt große Summen in zerstörerische Kohleprojekte investiert. Die wichtigsten Themen der Tagung in unserem Medienbriefing.

16. März 2017

Embargoed until March 17, 2017    Dozens of harmful and high-risk projects in Southeast Asia have received hidden funding from the World Bank Group, an ongoing investigation by Inclusive Development International has revealed. The International Finance Corporation (IFC), the World Bank’s private-sector arm, is surreptitiously channeling money to these projects through for-profit financial intermediaries, such as commercial banks and private equity funds.

24. Februar 2017

München, 24.2.2017    Die Bayerische Landesbank (BayernLB) will eine weitere Finanzierung der umstrittenen US-Ölpipeline Dakota Access ausschließen. Dies hat sie gestern urgewald gegenüber bestätigt. Am bereits vereinbarten Kredit hält sie jedoch offenbar fest. Die BayernLB ist eine von 17 beteiligten Banken, die dem Pipeline-Konsortium im August 2016 einen Projektkredit über bis zu 2,5 Mrd. Dollar gewährt haben. Mit ihrer Ankündigung zieht sie einem ähnlichen Schritt der Bank ING aus den Niederlanden nach.

22. Februar 2017

Berlin/Brüssel     Morgen laden Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew und der Vizepräsident der EU-Kommission, Maroš Šefčovič, zu einem hochrangigen Treffen in Aserbaidschans Hauptstadt Baku ein. Das Ziel: Sie wollen im Gespräch mit involvierten Staaten und Banken die milliardenschwere Pipeline Southern Gas Corridor vorantreiben, die künftig Gas aus Aserbaidschan nach Europa liefern soll. Eingeladen zum Southern Gas Corridor Advisory Council ist laut einem internen Dokument der EU-Kommission auch die deutsche KfW.

2. Februar 2017

München, 2.2.2017    Heute haben mehrere NGOs vor der Zentrale der BayernLB protestiert und mehr als 700.000 Unterschriften aus weltweiten Petitionen gegen die Finanzierung der Ölpipeline Dakota Access übergeben (vgl. Medieninfo). Die BayernLB ist eine von 17 beteiligten Banken, die dem Pipeline-Konsortium im August 2016 einen Projektkredit über bis zu 2,5 Mrd. Dollar gewährt haben. Die Aktion ist Teil einer globalen Protestwoche.

31. Januar 2017

US-Präsident Donald Trump will den Bau der weltweit heftig kritisierten US-Ölpipeline Dakota Access beschleunigen. Die knapp 1.900 Kilometer lange Pipeline soll Land kreuzen, das der Stamm Standing-Rock-Sioux als heilig ansieht und nach bisheriger Planung auch unter dem See Oahe am Fluss Missouri verlaufen. Die BayernLB ist eine von 17 beteiligten Banken, die dem Pipeline-Konsortium im August 2016 einen Projektkredit über bis zu 2,5 Milliarden Dollar gewährt haben. Die Sioux hatten Treffen mit den Banken gefordert. Acht Banken waren dazu bereit, die BayernLB jedoch nicht. Die Aktion ist Teil einer globalen Protestwoche gegen die Pipeline.

20. Dezember 2016

Washington, 20.12.2016   Der Verwaltungsrat der Weltbank will heute eine Entscheidung zur umstrittenen Gaspipeline Southern Gas Corridor (SGC) fällen. Auf der Tagesordnung steht ein Beschluss zu einem Kredit über rund 800 Mio. US-Dollar für die Transanatolische Gaspipeline (TANAP), das türkische Teilstück des SGC.

9. Dezember 2016

Berlin, 9.12.2016   Zum morgigen Internationalen Tag der Menschenrechte veröffentlicht urgewald die deutsche Version der Multimedia-Slideshow „Walking The Line“. Sie zeigt die Folgen der Mega-Pipeline „Southern Gas Corridor“, die Europa mit Gas aus Aserbaidschan versorgen soll und derzeit gebaut wird.

1. Dezember 2016

Update 5.12.2016: Das zuständige US Army Corps of Engineers will die geplante Pipeline-Strecke nach massiven Protesten nicht gestatten und nach Alternativrouten suchen. Die Protestbewegung feiert das als wichtigen Sieg - bleibt aber wachsam (Mehr dazu auf Facebook).

Berlin, 1.12.2016   Die geplante Mega-Öl-Pipeline „Dakota Access“ in den USA sorgt derzeit durch die große Protestbewegung vor Ort und gewaltsame Übergriffe der Polizei für Aufsehen. Die Pipeline soll Öl aus den Fördergebieten im US-Bundesstaat North-Dakota über eine Strecke von knapp 1.900 Kilometer in Gebiete im Süden der USA transportieren.

4. Oktober 2016

Am 4. August 2016 hat der Verwaltungsrat der Weltbank nach vierjähriger Debatte neue Umwelt- und Sozialstandards verabschiedet. Damit tritt eine Verwässerung von Schutzstandards in Kraft, vor der urgewald und internationale NGOs seit Jahren warnen. Gleichzeitig belegt eine neue Untersuchung, wie stark die Weltbank über ihre Tochter IFC entgegen eigener Klimaschutz-Richtlinien die Kohle-Expansion in Asien und weitere zerstörerische Projekte finanziert. Dies werden zwei bestimmende Themen auf der Jahrestagung sein.

3. Oktober 2016

Washington D.C., 3.10.2016    Die Weltbankgruppe hat trotz ihres im Jahr 2013 beschlossenen weitgehenden Kohle-Ausstiegs auf versteckten Wegen die massive Kohle-Expansion in Asien mitfinanziert. Dies zeigt das Resultat einer neuen Untersuchung, die heute, kurz vor Beginn der Weltbank-Jahrestagung in dieser Woche, veröffentlicht wurde.

14. September 2016

Brüssel, 14.9.16   Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Hausbank Europas, vergibt einen Großteil ihrer Kredite über undurchsichtige Finanzkanäle: 30 bis 40 Prozent des EIB-Geldes fließen über Privatunternehmen der Finanzindustrie wie Banken oder Fonds. Eine neue Untersuchung der urgewald-Partnerorganisation Counter Balance hat die Folgen genauer untersucht und dafür gezielt Kredite an Private-Equity-Fonds analysiert. 29 geprüfte Fonds erhielten im Zeitraum 2011 bis 2015 insgesamt 604 Millionen Euro von der EIB.

5. August 2016

Washington, 5.8.2016    Der Weltbank-Verwaltungsrat hat nach vierjähriger Debatte am Donnerstag neuen Umwelt- und Sozialstandards für die weltweit einflussreichste Entwicklungsinstitution zugestimmt. Entgegen den Versprechungen von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, die bestehenden Regeln zum Schutz von Mensch und Umwelt nicht aushöhlen zu wollen, ist nun genau dies eingetreten.

24. Mai 2016

!!!Update!!! Im Dezember 2015 haben über 190 Nationen in Paris vereinbart, die globale Erwärmung im Mittel auf unter 2° C zu begrenzen. Leider untergräbt die öffentliche Finanzierung für internationale Kohleprojekte das Paris-Abkommen. Wie groß diese nach wie vor ist, zeigt der neue NGO-Report “Swept Under the Rug: How G7 Nations Conceal Public Financing for Coal Around the World”, veröffentlicht von Natural Resources Defense Council, Oil Change International, World Wide Fund for Nature, Kiko Network, Japan Center for a Sustainable Environment and Society, Friends of the Earth Japan (unterstützt von urgewald). 

12. Mai 2016

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) begeht heute ihre diesjährige Hauptversammlung in London. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens schaut sie zurück und nach vorn unter dem Motto „Den Wandel beeinflussen – die nächsten 25 Jahre“. Dass dieser „Wandel“ oft in die falsche Richtung geht, zeigt der neue Bericht „Lost in Transition, den die urgewald-Partnerorganisation CEE Bankwatch Network veröffentlicht hat. Der Bericht beleuchtet die Arbeit der EBRD anhand von Projekten in Aserbaidschan, der Mongolei, Georgien, der Ukraine und in Ägypten.

8. April 2016

Auf der Frühjahrstagung vom 12. bis 17. April in Washington steht unter anderem die Überarbeitung der Sozial- und Umweltstandards auf dem Programm. urgewald ist mit drei Experten vor Ort. Die wichtigsten Themen und Hintergründe in unserer Zusammenfassung.

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