Weltweite NGO-Erklärung zu Morden in Kolumbiens Kohleregion Cesar

23. Januar 2017

Zusammen mit über 90 Organisationen weltweit hat urgewald eine Erklärung zu den jüngsten Morden in der Kohleregion Cesar in Kolumbien veröffentlicht. In der Erklärung verurteilen wir die Gewalt gegen die Zivilgesellschaft, insbesondere den jüngsten Mord an Aldemar Parra García, der am 7. Januar von bislang unbekannten Tätern erschossen wurde.

Unsere Partnergruppen und wir senden unser tiefes Beileid an die Ehefrau und die drei Kinder von Parra. Gleichzeitig weisen wir in dem Brief darauf hin, dass dies nicht als einzelner Mord zu verstehen ist, sondern sich einfügt in eine Kette der Gewalt gegen zivilgesellschaftliche Führer in der Kohleregion Cesar und anderen Gebieten Kolumbiens. In Cesar wurden im Zeitraum 2012 bis 2016 mindestens 200 Menschen Opfer von Bedrohungen, Anschlägen und Morden, die sich kritisch mit den Folgen des Kohlebergbaus vor Ort auseinandergesetzt hatten. Insbesondere fällt auf, dass sich alle betroffenen Personen kritisch mit der Bergbauindustrie vor Ort auseinandergesetzt haben. Parra hatte sich für faire Bedingungen bei der Umsiedlung seiner Gemeinde El Hatillo eingesetzt - sie muss den nahen Kohleminen weichen. Die Täter setzten mit der Erschießung von Aldemar Morddrohungen in die Tat um.

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Unterschreiben Sie unsere Protestaktion gegen den Energieversorger EnBW, der Kohle aus Cesar für seine Kraftwerke kauft.

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