Newsletter Dezember 2011

12. Dezember 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,
wenn nichts Unvorhergesehenes mehr geschieht, ist dies unser letzter Newsletter in diesem Jahr. Schon jetzt wünschen wir Ihnen allen eine ruhige und friedliche Weihnachtszeit im Familien- und Freundeskreis. Ruhen Sie sich aus, lassen Sie sich nicht stressen und seien Sie im nächsten Jahr wieder dabei!

Herzliche Grüße vom urgewald-Team, das auch eine kleine Pause gut vertragen kann!
Andrea Soth

Themen heute:
- Erschütternde Erkenntnisse in Durban
- Ich bin doch kein Atom-Bürger
- Regenwald in Gefahr: Aufruf
- Spenden 2012

Erschütternde Erkenntnisse in Durban
Gerade ging die Klimakonferenz in Durban zu Ende. Einen "Durchbruch" nennen es die einen, die anderen sprechen von "mageren bis enttäuschenden Ergebnissen“. Die Teilnehmer beschlossen einen Fahrplan für ein rechtsverbindliches Klimaabkommen, das 2020 in Kraft treten soll.

Für Aufsehen in Durban und in der internationalen Presse hat die Studie "Bankrolling Climate Change" gesorgt, die urgewald durch Hauptautorin Heffa Schücking auf einem der vielen "Side-Events" vor rund mehr als 150 internationalen Journalisten, Delegierten und NGO-Vertreter/innen präsentierte. Die Studie liefert wichtige Basisdaten für internationale NGO-Kampagnen, denn der Klimawandel wird ganz gewaltig auch von der Finanzindustrie vorangetrieben. Erstmals liegt eine umfassende Untersuchung darüber vor, wie international führende Finanzinstitute durch Finanzierung der Kohleindustrie Banken zum Klimaproblem beitragen. „Nun können sich die Banken nicht mehr hinter schönen Klimaworten verstecken, denn unsere Studie identifiziert die wichtigsten Klimakiller unter ihnen und ihre Kohle-Portfolios sind erstmals vergleichbar“, so Schücking. Die Kohlefinanzierung wurde untersucht, weil Kohlekraftwerke die größte Quelle für CO2-Emissionen sind. Erschreckenderweise hat sich die Kohlefinanzierung von Banken seit Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls fast verdoppelt, obwohl die katastrophalen Folgen des Klimawandels immer offensichtlicher werden.

Die nächsten 5 Jahre sind entscheidend, ob es gelingt die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Zweifel an ernsthaften und durchgreifenden Maßnahmen durch die Politik sind angebracht. In der Praxis entscheiden jedoch wieder einmal die Banken: sie sind diejenigen, die das notwendige Kapital zur Verfügung stellen - finanzieren sie den Klimawandel weiter wie bisher oder sind sie aufzuhalten?

"Bankrolling Climate Change" ist die neue Studie von urgewald, die mit Unterstützung der beiden NGOs groundWork und Earthlife Africa aus Südafrika und dem internationalen NGO-Netzwerk BankTrack mit Sitz in Nijmegen veröffentlicht wurde.
Links:
ZDF-online
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/22/0,3672,8403254,00.html
Pressemitteilung
http://urgewald.org/presse/klimakiller-kohle-deutsche-banken-auf-top-pl%...

Ich bin doch kein Atom-Bürger!
Vielen Dank an alle, die sich an einer der Aktionen in über 50 Städten beteiligt haben und an alle, die uns ihre Rückmeldungen gegeben haben. 170.000 Postkarten haben wir mittlerweile unter die Leute gebracht. Viele Abgeordnete antworten mit einem Brief - an sich schon ungewöhnlich für eine Postkartenkampagne. In Gesprächen mit einzelnen Abgeordneten ist immer wieder durchgeklungen, dass viele sich mit der Atombürgschaft für Brasilien nicht wohlfühlen. Je größer der Unmut in den eigenen Reihen wird, desto schneller wird die Regierung wahrscheinlich versuchen, Fakten zu schaffen. Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Gegengutachten um Zeit zu gewinnen…

Wir haben einige besonders hanebüchene Antworten von Abgeordneten gesammelt und veröffentlicht. Unser Favorit ist diese:
http://urgewald.org/artikel/unglaublich

Der Abgeordnete Torsten Staffeldt argumentiert: "Seit Don Pedro am 7. September 1822 die Unabhängigkeit Brasiliens proklamiert hat, ist dieses Land ein souveräner Staat…"


Regenwald in Gefahr
Diesen Aufruf vom WWF möchten wir gerne unterstützen, bitte beteiligen Sie sich mit Ihrer Stimme am Protest gegen die Freigabe gigantischer Flächen zum Kahlschlag:
http://emergencycallbrasilien.de/

Hilf jetzt - Der Regenwald ist in grosser Gefahr!
Es wäre die schlechteste Nachricht fuer das Weltklima der letzten Jahrzehnte: Mit dem neuen Waldgesetz droht dem brasilianischen Regenwald ein gigantischer Kahlschlag. Der Countdown laeuft bereits. Brasilien ist kurz davor, Millionen Hektar zur legalen Rodung freizugeben.


Spenden 2012
In diesem, fast vergangenen Jahr haben uns mehr Menschen als je zuvor mit ihrer Spende unterstützt. Kampagnen, wie die "Atombürger", unsere Unterstützung für Branislav Kapetanovic, das Ende der Streubomben Finanzierung durch die Deutsche Bank und andere Finanzhäuser wurden dadurch ermöglicht. Fast 500 Menschen unterstützen uns derzeit mit regelmäßigen Beiträgen als Fördermitglieder. Sind Sie 2012 dabei?
Wir würden uns freuen!
Spenden: http://urgewald.org/spenden/formular
Fördermitgliedschaft: https://urgewald.org/spenden/foerdern

 

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