Das "Mehr" bei RWE in Frage gestellt

18. April 2013

"Mehr" lautete das Motto der diesjährigen Hauptversammlung bei RWE. "Mehr erreichen mit weniger Ressourcen: Das ist intelligent (...)" heißt es im Geschäftsbericht. Wir haben recherchiert und sind auf ein ganz anderes "Mehr" gestoßen: Mehr CO, mehr Klimawandel und mehr Kohleimporte. Mit jeder Tonne verfeuerter Steinkohle werden auch Menschenrechte kolumbianischer Indigener, die letzten Wälder der Appalachen, die Gesundheit der Menschen im russischen Kuzbass und die Hoffnung südafrikanischer Kinder auf sauberes Trinkwasser durch den Kamin geblasen. Wir fordern von RWE deshalb mehr Transparenz, mehr Standards, mehr Verantwortung und mehr Energiewende.

Zur Hauptversammlung am 18. April 2013 brachten wir mit unseren Gästen aus Kolumbien, USA, Serbien und Russland die Probleme der Haupt-Lieferländer der RWE-Steinkohle zur Sprache und forderten eine transparente Lieferkette und echte Standards. 

Hier eine Auswahl der vorgetragenen Redebeiträge:

Heffa Schücking, urgewald-Geschäftsführerin
Oscar Guariyu, Vertreter der Wayúu aus Kolumbien

Vladimir Slivyak, Ecodefense, Russland

Paul Corbit Brown, Keepers of the Mountains, USA

Petra Langheinrich, Mitarbeiterin des Anwaltskollektivs „José Alvear Restrepo“, Kolumbien

Das Flugblatt, das wir an die Aktionärinnen und Aktionäre verteilten, es nimmt, wie immer die Gestaltung des Geschäftsberichtes von RWE auf´s Korn...

Auswahl Presseresonanz:

Ein WDR-Filmteam drehte rund um den HV-Protest einen Beitrag für die Sendung Westpol. Der gesendete Beitrag hier im Archiv:

http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2013/0421/kohle.jsp

http://www.derwesten.de/staedte/essen/bunter-protest-praegte-hauptversammlung-von-rwe-id7854594.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-04/kohle-ausstieg-forderung

Radiointerview mit Sebastian Rötters von FIAN, Mitautor der Studie "Bitter Coal": http://www.freie-radios.net/54852

 

Der Besuch der ausländischen Gäste und die Teilnahme an der RWE-Hauptversammlung als Kritische Aktionäre ist Teil des Projektes "Wo die Kohle herkommt".