Aufruf zur Aktionswoche

18. Oktober 2006

Bundesweite Aktionswoche gegen Deutsche Bank und HypoVereinsbank
20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl wollten deutsche Banken den Bau neuer Atomkraftwerke in Osteuropa finanzieren. Der erste „Testfall“ ist das Belene-Projekt in Bulgarien – es ist wie Tschernobyl etwa 1000 km von der deutschen Grenze entfernt. Obwohl es sich um ein Erdbebengebiet handelt, wollten die Deutsche Bank und die Hypovereinsbank dort die Errichtung von zwei gefährlichen Atomreaktoren finanzieren.
Gegen das Belene Projekt regt sich nicht nur in Bulgarien und im Nachbarland Rumänien heftiger Widerstand, auch in Deutschland haben bereits über 10.000 Menschen Protestbekundungen an die Banken geschickt. Zur „Besinnung“ sind die Banken jedoch erst gekommen, als sie durch breite öffentliche Proteste ihren Ruf gefährdet sahen: Am 18.10. schrieb die Deutsche Bank: "An der Finanzierung des Kernkraftwerk Belene werden wir uns nicht beteiligen." Am 19.10. zog die HypoVereinsBank nach und erklärte dass man „sich aus geschäftspolitischen Gründen" aus dem Belene-Deal zurückzieht.



Bedeutend für den Rückzug war ein Aufruf von urgewald und der Kampagne „.ausgestrahlt“ zu einer bundesweiten Aktionswoche vom 23. – 27. Oktober: Dabei wollten in 57 Städten Menschen den Protest vor die Türen der Banken tragen und die Filialen der Deutschen Bank und der HypoVereinsBank mit einer Welle von Protesten überziehen.

HVB und Deutsche Bank gehen natürlich davon aus, dass die Aktionswoche nun gegessen ist. Wir rufen jedoch dazu auf, weiterzumachen. Gerade wegen des Erfolges gilt es, in der Aktionswoche vor den Filialen der beiden Banken Präsenz zu zeigen und von den Banken zu fordern, dass sie die richtigen Lehren aus "Belene" ziehen: Der Protest richtete sich nicht nur gegen das besonders schlechte AKW Belene, sondern auch generell gegen die Finanzierung von Atomkraft. Was wir fordern, ist ein grundsätzliches NEIN der beiden Banken zur Finanzierung im Atomsektor.

Wir fordern diese Lehren in einem Brief an die FilialleiterInnen beider Banken. Wenn Sie sich also vorstellen können, an einem Tag der Aktionswoche in Ihrer Stadt eine Mahnwache oder Infostand zu organisieren, Atomkraft Nein Danke! Bonbons zu verteilen und den Brief an die FilialleiterInnen zu überreichen, melden Sie sich bei uns. Denn die richtigen Lehren aus dem "Belene-Fall" werden getroffen, wenn auch innerhalb der Bank die Botschaft von unten nach oben weiter gereicht wird! Wir versorgen Sie mit einem Aktionspaket voller Informationen, Ideen, mit Flugblatt, Plakat und anderen Materialien und vernetzen Sie auch mit anderen Interessenten aus Ihrer Stadt.

Schicken Sie einfach eine Mail mit Ihrer Adresse und Telefonnummer an Heffa Schücking, heffa@urgewald.de. Oder wenn Sie noch Fragen haben, Ermutigung und Rat brauchen, rufen Sie in der Urgewald-Geschäftsstelle an und besprechen Sie Ihre Aktionsidee mit uns: 02583-1031.

Machen Sie mit, damit wir gemeinsam verhindern, dass Atomkraftwerke mit Geld aus Deutschland finanziert werden. Radioaktivität kennt keine Grenzen!