Biokraftstoff
Der klimarettende Effekt von Biokraftstoffen ist längst umstritten. Ein FAO Report resümiert: „Die Schlussfolgerungen sind, dass die weit verbreitete Rechtfertigung der Ersatz der fossilen Brennstoffe durch Biokraftstoffe könne Treibhausgasemissionen reduzieren und so die Klimaerwärmung verringern, meistens nicht haltbar ist.
Viele soziale Probleme werden durch den Ausbau von Biokraftstoffen verschärft. Der auf großflächige Monokulturen ausgerichtete Sektor schürt Landnutzungskonflikte mit der Lokalbevölkerung. Die Landkonzentration vertreibt Bauern aus ihren traditionellen Anbaugebieten und vergrößert die Armut.
Die Expansion von Biofuel-Plantagen hat drastische ökologische Folgen. In Indonesien, Malaysia, Kamerun, Kolumbien und Ecuador wurde durch den Anbau von Palmöl-Plantagen die Zerstörung der tropischen Regenwälder mit ihrer Artenvielfalt vorangetrieben. In Indien und Afrika bedrohen Jatropha-Plantagen die Naturwälder.
Biokraftstoffe gefährden die Ernährungssicherheit und tragen zum Preisanstieg von Grundnahrungsmitteln bei. Im mexikanischen „Tortilla-Krieg“ verdoppelte sich aufgrund der Verteuerung von Importmais der Preis für Maismehl und die daraus hergestellten Tortilla-Fladen. Gerade auch Länder, in denen viel Hunger herrscht, sind Zielscheibe der Biokraftstoffexpansion.
Im Vorfeld der am Dienstag und Mittwoch (31.8./1.9.) im KfW-Gebäude in Frankfurt/Main stattfindenden letzten großen internationalen Konsultation zu Weltbank-Investments in Palmöl verlangen Nichtregierungsorganisationen (NRO), dass die Weltbank ihr Moratorium für Finanzierungen in diesem Sektor aufrecht erhält.
Im Dezember 2008 attackierten rund 100 von Sinar Mas beauftragte Sicherheitskräfte ein indonesisches Dorf und setzten die Hütten in Brand. Als die Dorfbewohner flohen, wurden etwa 50 von ihnen festgenommen.
Kampagne gegen DEG-Kredite an den Regenwaldzerstörer Sinar Mas










