Weltbank
Die gegenwärtige Überarbeitung der Umwelt- und Sozialstandards bei der Weltbank sollte dazu genutzt werden, neue Politikrichtlinien für den Umgang mit tropischen Regenwäldern zu entwickeln. Im Vordergrund müssen die Landrechte und andere Bedürfnisse der vom Waldabhängigen Bevölkerungen stehen, sowie die Bekämpfung der Ursachen der Entwaldung.
Ende April organisierte urgewald einen Besuch in Berlin von drei indonesischen NGO Aktivisten und einer US-amerikanischen Indonesienexpertin um bei Mitarbeitern des Bundestags, der Bundesregierung und deutscher NGOs auf die Verflechtungen von Entwaldung, Menschenrechtsverletzungen, Geldwäsche und Steueroasen aufmerksam zu machen und zu Handlung zu bewegen.
Der internationale Handel mit illegal eingeschlagenen Holz ist nur mit dem illegalem Waffen- und Drogenhandel vergleichbar. Er wird auf zwischen 10-15 Milliarden US Dollar pro Jahr geschätzt.
In Honduras sind bereits 90 Kleinbauern, Gewerkschaftler und Anwälte im Rahmen eines Landkonfliktes um Palmöl-Plantagen systematisch ermordet worden. Die Weltbank-Tochter IFC, die den Palmöl-Konzern Dinant mit einem 30 Millionen Dollar Kredit finanziert, wiegelt in einer Erklärung jegliche Verantwortung ab.
IFC, der Privatsektorarm der Weltbank, vergibt jährlich fast die Hälfte seines Geldes an so genannte Finanzintermedäre, das sind Banken und Fonds, die mit dem IFC Geld zielgerichtet Klein- und Mittelunternehmen in Entwicklungsländern mit Krediten unterstützen sollen.
Die Weltbank überarbeitet derzeit ihre Umwelt- und Sozialstandards. Zwei Jahre soll dieser „Review“-Prozess dauern. Angestoßen wurde er auf der Jahrestagung in Tokio 2012. Korinna Horta, urgewald hat dazu einen ausführlichen Artikel für die März-Ausgabe des Fachmagazins E+Z geschrieben.
Der Spiegel kommentiert die Waldstrategie der Weltbank: "Es klang so schön, als die Weltbank vor zehn Jahren ihr Programm zum Schutz der Wälder in Entwicklungsländern reformierte. Ein bisschen Rodung sollte erlaubt sein, um mit den Gewinnen das Leben der Bewohner zu verbessern.
Die britische Zeitung "The Guardian" berichtet über einen internen Evaluierungsbericht der Weltbank. Korinna Horta, urgewald wird darin mit der Kritik an der Waldpolitik der Bank zitiert:
Der neue Weltbank-Präsident Jim Yong Kim hat gerade einen
alarmierenden Klimabericht vorgestellt. Unter dem Titel „Turn down the
heat“ wird beschrieben, welch katastrophale Folgen eine Erderwärmung von
4 Grad Celsius haben wird. Kim folgert daraus, dass die Weltbank alles
in ihrer Macht stehende tun muss, um die Klimaerwärmung auf 2 Grad
Celsius zu begrenzen.
In diesem trockenen Sommer, in dem Dürren vor allem in den USA, viele Ernten gefährden und die Nahrungsmittelpreise weltweit in Rekordhöhe schnellen, stellt die Weltbank ihr neues Projekt zur landwirtschaftlichen Entwicklung vor. Doch obwohl die Bank vorgibt die Produktivitätssteigerung von Kleinbauern zum Ziel zu haben, sind









