(Berlin 21.3.2012) Neueste Recherchen von FACING FINANCE und Profundo belegen aktuelle bzw. laufende Geschäftsbeziehungen deutscher Finanzdienstleister mit Herstellern von Streumunition in Höhe von nahezu 1,6 Milliarden Euro. Fast 90 Prozent dieser Geschäfte betreibt die Deutsche Bank Group, so das Ergebnis der Untersuchung.
Neue Recherche im Auftrag von urgewald und Facing Finance beweist: Die Deutsche Bank hält sich nicht an ihr eigenes Wort. Finanzierungen von Streubomben-Herstellern gehören nach wie vor zum Tagesgeschäft:
Bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 26. Mai 2011 errang urgewald einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen die Finanzierung von Streubomben. Großen Anteil daran hatte unser Gast Branislav Kapetanovic, selbst ein Streubombenopfer.
Durch unseren Besuch bei der Hauptversammlung 2011 kommt endlich etwas Bewegung in die Deutsche Bank zum Thema Streumunition. Wir haben den Besuch von Branislav Kapetanovic auf der Hauptversammlung und bei Gesprächen mit PolitikvertreterInnen festgehalten:
Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank fordern die Organisationen urgewald und Facing Finance den Konzern auf, sich endlich von seinen ethisch und ökologisch verantwortungslosen Geschäftspraktiken zu verabschieden.
Branislav Kapetanovic wurde beim Minenräumen von einer Streubombe verletzt, er verlor Arme und Beine. Auf der heutigen HV der Deutschen Bank konfrontieren wir mit ihm gemeinsam gern verschwiegene Details der "Bombengeschäfte" mit Herstellern von Streumunition.