27. Mai 2008

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Barbara Happe

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Geschäftspartner von Diktaturen und Umweltsündern

urgewald und Kritische Aktionäre prangern Kreditvergabe der Deutschen Bank an
Die Deutsche Bank ist in Bürgerkriege, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen verstrickt. Dies belegt die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald in einem vernichtenden Dossier, das sie anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 29. Mai veröffentlicht.

“Die Deutsche Bank unterzeichnet gerne und häufig ökologische und soziale Nachhaltigkeitserklärungen. Unsere Recherchen zeigen jedoch, dass dies reine Imagepolitur ist, denn bei der Wahl ihrer Geschäftspartner kennt sie keine Skrupel und stellt auch den schwärzesten Schafen Finanzierungen bereit", erklärt Dr. Barbara Happe, verantwortlich für die Studie. Das Dossier “Deutsche Bank: ein fragwürdiges Markenzeichen" stellt acht besonders umstrittene Finanzdienstleistungen der Deutschen Bank aus den letzten Jahren vor. Der deutsche Bankenprimus gibt Kredite an Firmen, die Bürgerkriege anheizen wie das Goldunternehmen AngloGold Ashanti in der DR Kongo oder das Ölkonglomerat CNPC/PetroChina im Sudan und stellt sich als Hausbank für die korrupte Regierung Turkmenistans zur Verfügung. Sie ist Partner für Umweltsünder und Wasservergifter in Indien und Indonesien. Außerdem hat sie das ganze Programm der Nuklear-Branche im Angebot, vom Uranbergbau über einen Nuklear-Power-Index bis hin zu Geschäften mit Firmen, die Uran-Waffen produzieren.

Das Dossier führt vor, dass die Deutsche Bank viele Geschäfte tätigt, die bei anderen Finanzinstitutionen längst auf dem Index stehen. “Während z.B. Großbanken wie KBC in Belgien und die UniCredit in Italien die Finanzierung von Uranwaffen ausschließen, kennt die Deutsche Bank keine Vorbehalte, wenn es um kontroverse Waffensysteme geht", sagt Dorothea Kerschgens vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Wie wenig die Deutsche Bank in Sachen Menschenrechte gelernt hat, zeigt u.a. ihre Unterstützung des Energiekonzerns Total. Total gilt als wichtigste Stütze des burmesischen Militärregimes, seitdem das Unternehmen gemeinsam mit der Militärjunta das Yadana-Gasfeld ausbeutet. Yadana ist die größte Einkommensquelle der Junta. “Das Regime in Burma verstößt systematisch gegen Menschenrechte und verpflichtet die Bevölkerung zu Zwangsarbeit. Total hat davon beim Bau der Yadana-Gaspipeline profitiert. Es ist gewissenlos, dass die Deutsche Bank ein solches Unternehmen unterstützt", sagt Heffa Schücking, Geschäftsführerin von urgewald.

Das Dossier wird am Donnerstag an die Aktionäre der Deutschen Bank verteilt werden. Darüber hinaus will urgewald jedoch vor allem die Kunden der Bank informieren. “Jeder muss sich fragen", so Schücking, “ob er Kunde einer Bank sein will, die dreckige Deals in aller Welt finanziert."

Das Dossier “Deutsche Bank: Ein fragwürdiges Markenzeichnen" ist über die urgewald-Geschäftsstelle erhältlich.

Kontakt und Informationen:
-Heffa Schücking, urgewald, Tel. 02583-1031, Mobil-Tel. 0160-96761436, www.urgewald.de
-Barbara Happe, urgewald, Mobil-Tel. 0172-6814474, barbara@urgewald.de
- Markus Dufner, Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
Mobil-Tel. 0173 - 713 52 37, www.dachverband@kritischeaktionaere.de