28. Oktober 2009

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Heffa Schücking

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Endlich: RWE bestätigt Rückzug aus Belene!

Nachdem sich rund 30.000 Bürger und Bürgerinnen mit Briefen, Petitionen und Protesten an RWE gewandt haben, hat der RWE-Vorstand heute in einem Schreiben an die staatliche bulgarische Energiegesellschaft seinen Rückzug aus dem umstrittenen Atomkraftwerk Belene bekannt gegeben. Nach Aussagen des Konzerns waren wirtschaftliche Gründe und die mangelnden Fortschritte seitens der bulgarischen Partner ausschlaggebend für diese Entscheidung.

„Belene war noch nie ein wirtschaftliches Projekt. Es ist erstaunlich wie lange RWE gebraucht hat, um dies zu realisieren,“ sagt Heffa Schücking, Sprecherin der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald. „Eigentlich sollte Herr Großmann uns danken, denn ohne unsere Kampagne gegen das Erdbeben-AKW hätte der Konzern schon im Dezember 2008 mit dem Bau von Belene begonnen,“ fügt sie hinzu. Schücking weist darauf hin, dass es einzig und allein die von der kleinen westfälischen Umweltorganisation urgewald initiierte FingeRWEg-Kampagne war, die damals ein grünes Licht des RWE-Aufsichtsrats für diese Fehlinvestition verhindert hat.

„Die Tatsache, dass RWE so lange alle Warnungen hinsichtlich der ökologischen, wirtschaftlichen, Korruptions- und Sicherheitsrisiken des Projekts ignoriert hat, deutet an mit welcher Inkompetenz und ideologischer Verblendung der Konzern seine atompolitischen Ziele verfolgt,“ sagt Schücking. Die Investoren und Aufsichtsräte von RWE sollten nun dafür sorgen, dass auch RWEs Pläne für den Neubau eines Atomkraftwerks im rumänischen Cernavoda gestrichen werden. Hier handelt es sich ebenfalls um den Bau von zwei Risikoreaktoren in einem Erdbebengebiet in einem Land mit massiven Korruptionsproblemen und niedrigen Sicherheitsstandards.