Ich bin doch kein Atombürger!

„Die dramatischen Ereignisse in Japan sind ein Einschnitt für die Welt, sie waren auch ein Einschnitt für mich ganz persönlich.“ So Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Regierungserklärung zum Atomausstieg im Juni 2011. Doch Ihre Besorgnis macht offensichtlich an der Grenze halt, denn bei Atomexporten ins Ausland schreckt die Bundesregierung vor keinem Risiko zurück.

Als wäre Fukushima nie passiert!
In den letzten zwei Jahren wurde heftig über eine Milliardenbürgschaft* für den Bau eines AKW in Brasilien gestritten. AREVA will den Reaktor Angra3 in einem Gebiet errichten, dessen Infrastruktur jedes Jahr Erdrutschen ausgesetzt ist. Davon werden die Sicherheit der Anlage und die Befahrbarkeit der Bundesstraße, welche die einzige Evakuierungsmöglichkeit der Anwohnenden darstellt, bedroht.

Die Debatte um Angra3 wurde in Deutschland nur deshalb geführt, weil tausende Bürgerinnen und Bürger bei „ihren“ Abgeordneten und der Kanzlerin gegen die Bürgschaft protestiert haben. Ein von urgewald in Auftrag gegebenes Experten-Gutachten deckt auf: Genehmigung wurde aufgrund falscher Sicherheitsannahmen erteilt. Dieser Protest und die Hintergrundarbeit von urgewald machten genug Druck, um die deutsche Finanzierung von Angra3 vom Tisch zu fegen: AREVA musste sich das Geld für ihr Atomprojekt in Brasilien suchen.

Der Ausstieg stinkt zum Himmel!
Die Bundesregierung hat es bisher verpasst, Atomexporte grundsätzlich abzulehnen. Ein solcher Ausschluss wird nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch fraktionsübergreifend im Bundestag für richtig gehalten. Aktuell werden immer noch Bürgschaften angefragt: Es gibt Voranfragen für Bürgschaften für die AKW-Neubauten Wylfa in Großbritannien, Pyhäjoki in Finnland und Jaitapur in Indien und für zwei Atomreaktoren in Kaliningrad.
*Sogenannte „Hermesbürgschaften“ schützen die Exporteure wie eine Versicherung vor der Zahlungsunfähigkeit ihres Kunden.

Das ist doch kein Atomausstieg
Wir müssen uns weiter für einen Ausschluss von Atombürgschaften einsetzen! Helfen Sie mit:

 

 

 

 


Werden Sie aktiv:

Können Sie sich vorstellen bei der Kampagne: „Ich bin doch kein Atombürger“ mitzumachen? Wir unterstützen Sie dabei. Melden Sie sich bei uns.


  Ihre Ansprechpartnerin bei urgewald:
  Katrin Ganswindt
  Telefon: 02583-1031 oder
  Email: katrin@urgewald.de