Weltbank
Die Weltbank und regionale Entwicklungsbanken, wie die Osteuropabank
(European Bank for Reconstruction and Development, EBRD), oder die
asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) haben einen
klaren Auftrag: sie sollen durch nachhaltige Entwicklung die weltweite
Armut lindern. Oft jedoch profitieren vor allem Multinationale Konzerne
von ihren Krediten, während in der Bevölkerung die Armut steigt.
Besonders deutlich ist dies im gesamten Rohstoffsektor, wo
internationale Öl- und Bergbaukonzerne wie BP, Shell, Exxon und Newmont
zu den besten Kunden der Entwicklungsbanken gehören. Auch im
Wassersektor forcieren die Entwicklungsbanken die Privatisierung und
wollen weiter Staudämme bauen, obwohl sie gerade dafür immer wieder
massiv kritisiert werden.
Und obwohl Entwicklung ihre Aufgabe
ist, zeigen sich Entwicklungsbanken, allen voran die Weltbank, als sehr
resistent gegenüber Kritik und Reformvorschlägen, selbst wenn diese
aus ihren eigenen Reihen kommen. Tatsächlich schwächte z.B. die
Weltbanktochter IFC (International Finance Corporation) ihre Umwelt-
und Sozialstandards ab.
Was grundlegend fehlt, ist eine demokratische Kontrolle der Institutionen. Um diese Kontrolle zu erhöhen, bringt urgewald Probleme wie auch Reformvorschläge an die Öffentlichkeit und arbeitet zu zahlreichen kontroversen Projekten, an denen die Entwicklungsbanken beteiligt sind.
Faltblatt: Fallbeispiel Tschad, Leben mit dem Öl

