Atom

Deutsche Bank - Atomfinanzierer Nr. 1
Viele Menschen ärgern sich über die Dreistigkeit, mit der die großen Energieversorger die Laufzeitverlängerung für ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke durchgeboxt haben. Viele Menschen sind besorgt über die Risiken der Atomkraft und empört, dass die kommenden Generationen mit Bergen von Atommüll belastet werden. Fast 1.000.000 Haushalte in Deutschland haben sich deshalb für atomfreien Strom entschieden und zu einem der vier unabhängigen Ökostromanbieter gewechselt.

Wer einen „persönlichen“ Atomausstieg vollziehen will, sollte aber auch die Wahl seiner Bank überprüfen. Denn nicht nur die Energiekonzerne, auch die Banken sind ein wesentlicher Pfeiler der Atomwirtschaft. Sie versorgen die Atomindustrie mit Krediten und Anleihen und finanzieren so den gesamten nuklearen Kreislauf - von Uranabbau und Brennelemente-Produktion bis zum „Management“ radioaktiver Abfälle. Sie hat zwischen 2000 - 2009 Finanzdienstleistungen für die Atomindustrie in Höhe von 7,842 Mrd. Euro bereitgestellt.

Kunden/besondere Kredite/Anleihen:
Ihre größten drei Atomkunden sind E.ON, EDF (Frankreich) und British Energy (Großbritannien). 2007 hat sie sich an einem Kredit für Areva beteiligt, mit dem der Konzern seine Uranaktivitäten in Afrika ausbauen will. Wiederholte Unterstützung für Tokyo Electric Power (TEPCO), auch nachdem herausgekommen war, dass das Energieunternehmen 20 Jahre lang Berichte über Sicherheitsprobleme seiner Atomreaktoren gefälscht hatte.

Sonstiges:
Vertreibt S-Box Nuclear Power Index Zertifikat, dessen Entwicklung an den Branchenindex „Nuclear Power Index“ gebunden ist, der bis zu 20 weltweite Atomunternehmen umfasst. Hat als einzige deutsche Bank den „Energiepolitischen Appell“ mit unterzeichnet, mit dem im August 2010 Manager für längere AKW-Laufzeiten warben.

Quelle: Wie radioaktiv ist meine Bank? (urgewald 2010/2011)
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