Zwei Schritte vor, einen zurück

2. März 2011

Die neue Palmöl-Strategie der Weltbank-Gruppe
Die Expansion von Palmölplantagen geht in vielen Fällen mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung einher. Nach Beschwerden von Indonesischen NGOs über Weltbank-Palmöl-Investments in Indonesien hatte sich die Weltbankgruppe selbst ein Moratorium für den Palmöl-Sektor auferlegt. Mit der neuen Palmölstrategie, die nach intensiven Konsultationen im April 2011 verabschiedet wurde, hat die Bank ihr Moratorium beendet. Aus Sicht von urgewald, Robin Wood, Rettet den Regenwald und vieler weiterer NGOs ist die neue Strategie nicht ausreichend und dient hauptsächlich der Palmöllobby. Da das Moratorium nicht aufrecht erhalten wurde, bis die Weltbank sozial gerechte und ökologisch verantwortungsvolle Investments im Palmölsektor sicher gestellt hat, werden wir uns auch in Zukunft intensiv mit dem Thema Palmöl und anderen Bereich der Agrarindustrie befassen.

Das vollständige Palmöl-Briefing (März 2011) hier als Download

Bereits im lezten Jahr hat urgewald auf die Probleme bei Weltbank-Finanzierungen im Palmölsektor hingewiesen:

Pressemitteilung vom 30. August 2010
Heftige NRO-Kritik: “Die neue Palmöl-Strategie der Weltbank ist rücksichtslos”
Im Vorfeld der am Dienstag und Mittwoch (31.8./1.9.) im KfW-Gebäude in Frankfurt/Main stattfindenden letzten großen internationalen Konsultation zu Weltbank-Investments in Palmöl verlangen Nichtregierungsorganisationen (NRO), dass die Weltbank ihr Moratorium für Finanzierungen in diesem Sektor aufrecht erhält. Die Gruppe von Indigenen-, Palmöl produzierenden Kleinbauern-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen verlangt die Fortführung des Finanzierungsstopps bis die Weltbank eine Strategie hat, die glaubwürdig die mannigfaltigen Probleme dieses Sektors anpackt.
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