Weltbank und Entwicklungsbanken

12. Juni 2008

Weltbank und Entwicklungsbanken
Die Weltbank und regionale Entwicklungsbanken, wie die Osteuropabank (European Bank for Reconstruction and Development, EBRD), oder die asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) haben einen klaren Auftrag: sie sollen durch nachhaltige Entwicklung die weltweite Armut lindern. Oft jedoch profitieren vor allem Multinationale Konzerne von ihren Krediten, während in der Bevölkerung die Armut steigt.

Besonders deutlich ist dies im gesamten Rohstoffsektor, wo internationale Öl- und Bergbaukonzerne wie BP, Shell, Exxon und Newmont zu den besten Kunden der Entwicklungsbanken gehören. Auch im Wassersektor forcieren die Entwicklungsbanken die Privatisierung und wollen weiter Staudämme bauen, obwohl sie gerade dafür immer wieder massiv kritisiert werden.

Und obwohl Entwicklung ihre Aufgabe ist, zeigen sich Entwicklungsbanken, allen voran die Weltbank, als sehr resistent gegenüber Kritik und Reformvorschlägen, selbst wenn diese aus ihren eigenen Reihen kommen. Tatsächlich schwächt die Weltbanktochter IFC (International Finance Corporation) gerade ihre Umwelt- und Sozialstandards ab.
Was grundlegend fehlt, ist eine demokratische Kontrolle der Institutionen. Um diese Kontrolle zu erhöhen, bringt urgewald Probleme wie auch Reformvorschläge an die Öffentlichkeit und arbeitet zu zahlreichen kontroversen Projekten, an denen die Entwicklungsbanken beteiligt sind.

International Finance Corporation (IFC)
Extractive Industries Review (EIR)

Die Baku-Tbilisi-Ceyhan Pipeline (BTC)

Die Tschad Kamerun Pipeline
Die Sakhalin 2 Öl- und Gaspipeline in Rußland