Soziale Kosten des Biokraftstoffbooms

12. Juli 2011

Viele soziale Probleme werden durch den Ausbau von Biokraftstoffen verschärft. Der auf großflächige Monokulturen ausgerichtete Sektor schürt Landnutzungskonflikte mit der Lokalbevölkerung. Die Landkonzentration vertreibt Bauern aus ihren traditionellen Anbaugebieten und vergrößert die Armut. Schaut man nach Kolumbien, Brasilien oder Indonesien ist die Ausweitung des Biofuel-Sektors unweigerlich mit Gewalt und Menschenrechtsverletzungen verbunden.

In Relation zu ihren Flächen, bieten die Plantagen nur wenige Arbeitsplätze und die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht. Die Arbeitslöhne sind sehr gering und in Ländern wie Brasilien findet man immer noch sklavenähnliche Verhältnisse auf vielen Plantagen. Akkordarbeit auf den Feldern sowie die Verwendung von Pestiziden bringen viele gesundheitliche Risiken mit sich. Gewerkschaftliche Verbindungen werden oftmals behindert.