Newsletter November 2011 (2)

10. November 2011

PROTESTE ZEIGEN WIRKUNG - MITMACHEN, WEITERMACHEN!
Liebe Freundinnen und Freunde,
Brasilien: Der AKW-Betreiber Electronuclear legte gestern einen „Antwortbericht auf Fukushima“ vor. Mit diesem wird auf nationale und internationale Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks Angra 3 und Sicherheitsbedenken bezüglich der brasilianischen Atomanlagen reagiert. 50 Maßnahmen sollen die Sicherheit der Atomanlagen im brasilianischen Angra dos Reis erhöhen.
„Diese Maßnahmen sollen eine technische Beherrschbarkeit der Atomenergie suggerieren, tatsächlich hat Fukushima uns gezeigt, dass die Risiken der Atomkraft nicht beherrschbar sind. Es ist deshalb unverantwortlich von der brasilianischen Regierung, das Angraprojekt weiter vorwärts zu treiben. Besonders enttäuschend ist, dass die deutsche Bundesregierung diese Pläne mit einer Hermesbürgschaft unterstützt – trotz des deutschen Atomausstiegs“,  empört sich Francisco Whitaker, brasilianischer Träger des Alternativen Nobelpreises.
Die deutsche Unterstützung für das Oldtimer-AKW in Brasilien ist empörend und doppelzüngig. Die Proteste nehmen auch in Brasilien zu, die Bevölkerung will das Atomkraftwerk nicht. Die anhaltenden Proteste hier wie dort wirken: die Bundesregierung hat ein neues Gutachten angekündigt. Dieses verschafft uns Zeit, eine weitere Welle von Protesten zu initiieren. Ab Samstag, 12. November finden in bisher ca. 50 Städten Aktionen statt. Sie richten sich an Frau Merkel und die Abgeordneten der Regierungsparteien in ihren Wahlkreisen.


Unter diesem Link finden Sie eine Karte mit allen Aktionsstandorten  für die Zeit vom 12.11.- 03.12. Die Karte wird laufend weiter aktualisiert und ergänzt:


http://maps.google.de/maps/ms?msid=213316350114770602459.0004af90cccd0a2...


AUFRUF RAUM FRANKFURT UND BERLIN:

Besonders  in Frankfurt und Berlin suchen wir noch Menschen, die an den Aktionen teilnehmen. Aber auch alle anderen Aktionsorte freuen sich über Verstärkung.


Bitte unterstützen Sie die Angra-Kampagne auch mit einer Spende. Mit dieser großen Aktion zum Jahresende haben wir nicht gerechnet – wir machen es trotzdem und hoffen, dass viele kleine und größere Beträge zusammenkommen, die die Kosten bei uns decken: http://urgewald.org/spenden/formular


Hintergrund:
Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, werden wir 2012 alle zu Atom-Bürgern. Anfang 2012 will die Bundesregierung nämlich eine Milliardenbürgschaft für den Bau des Atomkraftwerks Angra 3 in Brasilien ausstellen. Geplant in den 70er Jahren ist Angra 3 schon vor Baubeginn veraltet, die Katastrophenpläne sind mangelhaft, die Atomaufsicht nicht unabhängig und die Mehrheit der Brasilianer lehnt die Nutzung der Atomkraft ab. Und die deutsche Bürgschaft ist das "Zünglein an der Waage" - ohne sie wird eine Finanzierung des Projektes äusserst unrealistisch. Wenn Sie helfen wollen, Angra 3 zu verhindern, schicken Sie uns eine email (katrin@urgewald.de) oder rufen Sie uns an: 02583-1031


ERFOLGSMELDUNG
: DEUTSCHE BANK REAGIERT AUF DRUCK: RÜCKZUG AUS GESCHÄFT MIT STREUMUNITION


Heute veröffentlicht die Deutsche Bank offiziell ihren Ausstieg aus der Finanzierung von Streubombenherstellern, inclusive Mischkonzernen. Hiermit ist ein Etappenziel der urgewald-Kampagne zu Streubomben erreicht - fast 4 Jahre hat es gedauert. DPA und andere Medien berichten, auch die ZEIT.

urgewald-Pressemitteilung: http://urgewald.org/presse/deutsche-bank-reagiert-auf-druck-r%C3%BCckzug-aus-gesch%C3%A4ft-mit-streumunition.


Mehr zum Thema: http://urgewald.org/kampagne/deutsche-bank
Für urgewald als kleine Organisation ist eine solche bundesweite Aktionswoche ein großes Wagnis... doch wer nicht wagt, gewinnt auch nicht: Wie auch in 2006 und 2009? Damals haben viele von Ihnen unsere Aktionswochen gegen das Atomkraftwerk Belene in Bulgarien unterstützt. Gemeinsam ist es gelungen, sowohl deutsche Banken als auch den Energieriesen RWE aus dem Projekt heraus zu drängen und Belene konnte nicht gebaut werden.

So können Sie auch noch helfen: Kaufen Sie ein „Save Japan-T-Shirt“, aus Bio Baumwolle, fair gehandelt, vom Verkaufspreis gehen 15 Euro je Shirt an urgewald. http://www.trusted-clothing.de/sale/34/save-japan


Vielen Dank und herzliche Grüße
Andrea Soth



Urgewald e.V.
Von-Galen-Straße 4

D-48336 Sassenberg

Tel. +49-2583-1031

Fax  +49-2583-4220
http://www.urgewald.de


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