Newsletter November 2011

3. November 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,
vor gerade einmal zwei Wochen haben wir Ihnen die Kampagne "Ich bin doch kein Atombürger!" vorgestellt und dazu motiviert, Postkarten und Aktionsmaterialien zu bestellen und ggf. eine Vor-Ort-Aktion zu initiieren. Wir selbst mussten uns sehr kurzfristig entscheiden, in diesem großen Umfang auf die drohende Atombürgschaft für Brasilien zu reagieren, denn alle bisherigen Proteste, Briefe und Gespräche mit Regierungsvertretern zeigten leider noch nicht den gewünschten Erfolg.

Wie empörend und doppelzüngig gerade die deutsche Unterstützung für das Oldtimer-AKW in Brasilien ist, zeigen uns Ihre Reaktionen auf unseren Aufruf: mit Ihrer Hilfe sind bereits mehr als 100.000 Postkarten angefordert worden:
- Der Ökostrom-Anbieter Naturstrom hat in letzter Sekunde ermöglicht, dass 50.000 unserer Postkarten in eine Teilauflage des aktuellen Naturstrom-Magazins beigelegt werden konnten - vielen Dank an dieser Stelle an das Team von Naturstrom!

- Das vielfache gezielte Auslegen, persönliche Überreichen im Freundes- und Kollegenkreis, sowie das Posten der Kampagne auf Facebook helfen, diese Kampagne so schnell und effektiv zu verbreiten. Vielen Dank an alle, die dabei mitmachen, bitte bleiben Sie dran!

Für alle, die auf ihre Bestellung warten mussten: Sorry, es ging einfach nicht schneller - wir saßen teilweise auf dem Trockenen und mussten Postkarten nachdrucken lassen! Doch jetzt ist unser "Lager"  aufgefüllt, es kann weitergehen. Nun werden die Aktionen geplant und Postkarten und andere Aktionsmaterialien müssen weiter unter die Leute gebracht werden. Die Abgeordneten der Regierungsparteien werden schon merken, dass die Menschen in ihren Wahlkreisen weder für ein Atomkraftwerk in Brasilien noch anderswo auf der Welt bürgen wollen!

Unter diesem Link finden Sie eine Karte mit allen Aktionsstandorten  für die Zeit vom 14.-21. November.
Die Karte wir im Laufe der nächsten Woche noch aktualisiert und ergänzt:

http://maps.google.de/maps/ms?msid=213316350114770602459.0004af90cccd0a2...

.... wenn Sie eine Stadt in Ihrer Nähe entdecken und mitmachen möchten, geben wir Ihnen gerne die Kontakte der organisierenden Personen weiter. Bitte wenden Sie sich an das urgewald-Büro: 02583/1031. Katrin Ganswindt und Simone Lennerz betreuen die Vor-Ort-Aktionen (katrin@urgewald.de, simone@urgewald.de)

Es ist keine Aktion in Ihrer Nähe dabei? Werden Sie selbst aktiv! Oder sprechen Sie eine örtliche Initiative an, z.B. Greenpeace- BUND-, NABU- oder Attac-Ortsgruppen, etc. Es muss wirklich keine "große" Demonstration sein - auf dem Marktplatz informieren und Unterschriften (Postkarten) sammeln und sie anschließend z.B. im Rahmen der Bürgersprechstunde Ihres regionalen CDU/CSU oder FDP-Abgeordneten an dessen Büro zu übergeben ist schon eine sehr gute Aktion.

Wenden Sie sich an Katrin Ganswindt oder an Simone Lennerz und Sie werden bestens vorbereitet und unterstützt! Wir haben ausser den Postkarten, die sich an Frau Merkel und an die Abgeordneten wenden, Plakate und Infoflyer vorbereitet, die Sie kostenlos bei uns bestellen können. Einladungen für Presse und Pressemitteilungen, die Sie nur noch anpassen müssen, runden unser "Aktionspaket" ab. Wer sich intensiver mit dem Thema "Atombürgschaften" und der Situation in Brasilien beschäftigen möchte, kann weitere Hintergrundmaterialien dazu bekommen. Wir vertrauen und hoffen weiterhin auf Ihre Mithilfe. Lassen Sie uns gemeinsam die Bürgschaft für Angra 3 verhindern!

Hier noch mal kurz der Hintergrund:

Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, werden wir 2012 alle zu Atom-Bürgern. Anfang 2012 will die Bundesregierung nämlich eine Milliardenbürgschaft für den Bau des Atomkraftwerks Angra 3 in Brasilien ausstellen. Geplant in den 70er Jahren ist Angra 3 schon vor Baubeginn veraltet, die Katastrophenpläne sind mangelhaft, die Atomaufsicht nicht unabhängig und die Mehrheit der Brasilianer lehnt die Nutzung der Atomkraft ab. Und die deutsche Bürgschaft ist das "Zünglein an der Waage" - ohne sie wird eine Finanzierung des Projektes äusserst unrealistisch. 

 
Für urgewald als kleine Organisation ist eine solche bundesweite Aktionswoche ein großes Wagnis... doch wer nicht wagt, gewinnt auch nicht: Erinnern Sie sich an 2006 und 2009? Damals haben viele von Ihnen unsere Aktionswochen gegen das Atomkraftwerk Belene in Bulgarien unterstützt. Gemeinsam ist es gelungen, sowohl deutsche Banken als auch den Energieriesen RWE aus dem Projekt heraus zu drängen und Belene konnte nicht gebaut werden.

Wenn Sie helfen wollen, Angra 3 zu verhindern, schicken Sie uns eine email (katrin@urgewald.de) oder rufen Sie uns an: 02583-1031.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Andrea Soth


Wenn Sie es können, unterstützen Sie diese Kampagne auch mit einer Spende. Mit dieser großen Aktion zum Jahresende haben wir nicht gerechnet – wir machen es trotzdem und hoffen, dass viele kleine und größere Beträge zusammenkommen, die die Kosten bei uns decken: Jetzt spenden!



So können Sie auch noch helfen: Kaufen Sie ein „Save Japan-T-Shirt“, aus Bio Baumwolle, fair gehandelt, vom Verkaufspreis gehen 15 Euro je Shirt an urgewald.

http://www.trusted-clothing.de/sale/34/save-japan


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