Newsletter März 2011 (2)

31. März 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,

unsere Themen heute:
* Atomtod exportiert man nicht - urgewald und Campact-Aktion
* Brief an meine/n Abgeordnete/n
* Gesucht: Riester-Sparer für Interview mit großer deutscher Zeitung
* Sonstiges, Termine
* Spenden


Atomtod exportiert man nicht - urgewald und Campact-Aktion
Es ist einfach unfassbar: Trotz Fukushima will die Bundesregierung mit Steuergeldern den Bau des brasilianischen AKW Angra 3 fördern - mitten im Erdbebengebiet, direkt am Atlantik. Wir fordern den Stopp dieser Atom-Bürgschaft! In dieser wichtigen Sache kooperieren wir mit Campact: Bitte beteiligen Sie sich zahlreich an unserer gemeinsamen Protestaktion und helfen Sie die Aktion zu verbreiten: www.campact.de. Unser gemeinsamer Protest richtet sich an Wirtschaftsminister Brüderle, Finanzminister Schäuble, Außenminister Westerwelle und Entwicklungshilfeminister Niebel, die in den kommenden Wochen über die Bürgschaft entscheiden. Das AKW Angra 2, mit staatlicher Unterstützung aus Deutschland gebaut, ist seit 10 Jahren ohne Betriebsgenehmigung am Netz, ein Skandal, der nach den Ereignissen in Japan ans Licht kam.


Brief an meine/n Abgeordnete/n
Wir wenden uns heute mit einem weiteren Aktionsvorschlag an Sie: Um das Thema in die politische Diskussion zu bringen, ergänzen wir den Protest an die Ministerien mit Briefen an die Bundestagsabgeordneten der Koalition. Einen vorbereiteten Musterbrief finden Sie im Anhang. Es ist wirklich eine große Hilfe, wenn Sie den Brief an Ihre Wahlkreisabgeordneten in den Bundestag abschicken. Wenn Sie Antworten bekommen, leiten Sie sie bitte an uns weiter. Vielen herzlichen Dank. Wer die Abgeordneten für seinen Wahlkreis nicht selbst recherchieren möchte, kann sich gerne an uns wenden. Einfach anrufen: 02583/1031. Wir helfen auch bei der Vorbereitung von persönlichen Gesprächen. Die staatliche Förderung der Risikotechnologie Atomkraft muss sofort gestoppt werden!
Mit staatlichen Exportbürgschaften (den sogenannten Hermesbürgschaften) wird der Export von Atomtechnologie in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert. Bisher hat die schwarz-gelbe Bundesregierung mit Hilfe solcher Bürgschaften u.a. Atomexporte nach Brasilien, China, Russland, Slowenien und Litauen gefördert. Weitere Anträge und Anfragen sind u.a. für Vietnam, China und Südafrika gestellt.

Gesucht: Riester-Sparer für Interview mit großer deutscher Zeitung
Seit August 2010 ist Streumunition völkerrechtlich geächtet. Viele Riester-Anbieter investieren trotzdem noch in Hersteller dieser menschenverachtenden Munition. Eine große deutsche Zeitung plant derzeit einen Hintergrund-Artikel über die Investitionen deutscher Riester-Anbieter in Hersteller von Streumunition. Dazu würde sie gerne mit Riester-Sparern direkt ins Gespräch kommen, die sich nicht bewusst sind bzw. es unverantwortlich finden, dass ihr für die Altersvorsorge gedachtes Geld letztlich auch bei Streumunitionsherstellern landet.
Aufgrund unserer Kampagne zu diesem Thema im letzten Jahr haben sich zahlreiche Anbieter in den letzten Monaten aus der Finanzierung dieser Hersteller zurückgezogen. Gleichzeitig gibt es aber noch eine große Anzahl von Versicherungen, die sich nicht öffentlich dazu äußern oder von denen wir sogar wissen, dass sie z.Tl. belastet sind.

Wir suchen v.a. Menschen, die fondsgebundene Riester-Verträge bei folgenden Anbietern haben:
- Arag
- Asstel
- Barmenia
- Basler
- Concordia
- Condor
- Deutscher Ring
- Gothaer
- Hansainvest
- HDI-Gerling
- Itzehoer
- LVM
- Mecklenburgische
- Münchner Verein
- Neue BBV
- Nürnberger
- ÖSA
- PBV
- Rheinland Versicherungen
- Saarland
- Signal Iduna
- Skandia
- SV Sachsen
- Stuttgarter
- Targo
- universa
- Volkswohlbund
- WWK

Über Ihre Rückmeldung würden wir uns freuen. Kontakt: Barbara Happe, barbara@urgewald.de, telefonisch im Büro Berlin: 030/28482270

Sonstiges, Termine
TEPCO, der Betreiber von Fukushima, wurde u.a. von der Deutschen Bank, der WestLB  und der ING Bank (Muttergesellschaft der ING DiBa) finanziert. Alle deutschen Großbanken, inklusive der Zentralbanken von Sparkassen und Volksbanken sind an der Finanzierung der Atomindustrie beteiligt. Sie können ganz konkret den Atombanken den Rücken kehren und mit Ihrem Konto zu einer „sauberen“ Bank wechseln.
Mehr Informationen finden Sie dazu auf unserer Webseite und in der Broschüre „Wie radioaktiv ist meine Bank?“ (4,50 + 2,50 € Porto/Verp.) zu bestellen unter simone@urgewald.de).

Vielleicht sind Sie selbst längst zu einem Ökostromversorger gewechselt? Helfen Sie dann mit, dass möglichst viele Ihrer Freunde und Bekannten das jetzt auch tun. Eine hervorragende Möglichkeit dazu bietet unsere Kampagne „Stromwechseln hilft“ (www.stromwechseln-hilft.de) Für jeden Wechsler werden 20 Euro an ein grünes Energieprojekt gespendet. Damit tragen sie gleich doppelt zur Energiewende bei. Gerne stellen wir die Pakete für Infotisch Mahnwache zur Verfügung. Info + Bestellen: Agnes Dieckmann, agnes@urgewald.de oder Tel.: 02583-9189931

Immer montags: Unterstützen Sie die Mahnwachen, die derzeit bundesweit stattfinden. Gehen Sie auf die Straße, damit alle Atomanlagen abgeschaltet werden. Weitere Großdemonstrationen sind ebenfalls geplant, z.B. am Ostermontag: 25. April 2011. Alle Termine bei: www.ausgestrahlt.de

Stromwechsel-Seminare: Werden Sie "Strommarktexperte". Lernen Sie, Andere zum Stromwechseln zu bewegen. Wir informieren über die Stromkonzerne und ihre politischen Verflechtungen. Wir stellen die unabhängigen Stromanbieter vor und wie diese mit dem Geld ihrer Kunden die Energiewende voranbringen. Weitere Themen: Energiesparen, Stadtwerke und Rekommunalisierung. Termine und Orte: 14. Mai 2011 in Penzberg, 28./29. Mai 2011 in Hamburg

Spenden
Obwohl der Anlass für das hohe Interesse rund um das Atom-Thema ein so trauriger ist, motivieren uns die vielen Anfragen, Material-Bestellungen, StromwechslerInnen. Das urgewald-Team ist momentan 7 Tage die Woche im Einsatz. Wir begleiten die Mahnwachen in mehreren Städten, sind mit Info-Ständen und Redebeiträgen auf den Großdemos vertreten und kommen etlichen Einladungen für Veranstaltungen nach. Daneben versuchen wir, die Arbeit zu schaffen, die sowieso geplant war... Das alles kostet - bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende oder einem regelmäßigen Förderbeitrag.
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