Landrechtskampf in Brasilien

1. Mai 2006

Tupinikim und Guarani kämpfen um ihr Land
Die Tupinikim und Guarani Indianer lebt im Bundesstaat Espirito Santo im Südosten Brasiliens. 1967 begann die Landnahme durch Aracruz im großen Stil, auch auf dem Land der beiden indianischen Völker. Aracruz pflanzte „Grüne Wüsten“ und nahmen den Tupinikim und Guarani Land und Lebensgrundlage. Bis heute breiteten sich die Eukalyptusplantagen mehr und mehr aus, müssen die Tupinikim und Guarani immer weiter zurück weichen. Heute sind ihre Dörfer von Eukalyptusplantagen umzingelt, ein Leben am Rand der Plantagen ist aber kaum möglich.

Seit 1978 garantiert die brasilianische Verfassung der indigenen Bevölkerung das Recht auf Landbesitz. 1997 bestätigte die brasilianische Indianerbehörde FUNAI, dass den Tupinikim und Guarani 18.070 ha Land gehören, Land von dem Aracruz sie vertrieben hat. Bis heute erhielten die Indianer nur ein Teil ihres Landes zurück. Forderungen nach der Rückgabe der noch ausstehenden 11.000 ha blieben erfolglos.

2005 besetzten die Indianer die Fläche von 11.000 ha und demarkierten ihr Land. Sie bauen Hütten und besiedeln das Land wieder. Im Januar 2006 eskalierte der Konflikt: Aracruz lies das Gebiet gewaltsam durch einen Polizeieinsatz räumen. Die Hütten wurden niedergerissen und die Indianer unter Einsatz von Gummiegeschossen vertrieben.

Die Tupinikim und Guarani kehrten kurze Zeit später in das Gebiet zurück. Sie begannen erneut den Wiederaufbau ihrer Siedlung. Sie fordern die offizielle Rückgabe ihres Landes.

  • Landraub in Brasilien für Taschentücher PM vom 04.05.06
  • Erbitterter Streit um Indianerrechte in Brasilien PM vom 15.6.05
  • Weiche Tempo-Taschentücher mitverantwortlich für Landrechtsverletzungen in Brasilien PM vom 20.05.05

    Bericht der Vertreibung, englische Version