Indien: Proteste gegen Vedanta zeigen Erfolg

26. August 2010

Endlich eine positive Nachricht für das Bergvolk der Dongria Kondh. Das indische Umweltministerium hat entschieden, dass der britische Bergbaukonzern Vedanta kein Bauxit am heiligen Berg Niyamgiri abbauen darf.

Jahrelange internationale Proteste zeigen damit nun eine lang erhoffte Wirkung. Es ist eine wichtige Entscheidung, werden doch damit in diesem Gebiet sowohl dichter Regenwald als auch das größte kulturelle Heiligtum des dort beheimateten Bergvolks erhalten.
urgewald verurteilte die Projektpläne von Vedanta aufs Schärfste und kritisierte vor allem die Beteiligung der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank unterstützte den Bergbaukonzern mehrfach mit Anleihen in Millionenhöhe.

Seit Jahren informiert urgewald über die dubiosen Geschäfte der Deutschen Bank, die sich nach außen hin gerne als grünes Unternehmen präsentieren möchte und in der Praxis jedoch viele Firmen finanziert, die bei anderen Finanzhäusern auf dem Index stehen. Der Fall Vedanta zeigt eindrücklich, wie notwendig es ist, dass die Deutsche Bank endlich verbindliche Umwelt- und Menschenrechtsstandards für ihr Geschäft einführt.