E.ON steigt aus

26. Oktober 2012

urgewald hatte sich vor 7 (!!) Jahren der Aufgabe gestellt, deutsche Energieversorger von Atom-Investitionen im Ausland abzubringen. Die Energieriesen konzentrierten sich auf das Atomgeschäft im Ausland, nachdem ihnen klar wurde, dass neue Reaktoren in Deutschland nicht mehr durchsetzbar sind.

Sowohl bei RWE als auch bei E.ON standen immer wieder ausländische Atomprojekte in der Diskussion: In Finnland, Bulgarien, Rumänien und Großbritannien. Mit RWE und dem AKW Belene führten wir wohl den längsten Kampf - aber auch E.ON beschäftigte uns über Jahre hinweg. Zu den Hauptversammlungen des Konzerns luden wir immer wieder Gäste aus Finnland, Rumänien und Großbrittannien ein, mit denen wir schwerwiegende Vorwürfe und sachliche Kritik an den Vorhaben vorbrachten. Darunter Anti-Atom-Aktivisten, Atom-Experten und ein Rentierzüchter.

Mit E.ONs Ausstieg aus dem Fennovoima-Projekt ist nun das letzte Atomvorhaben eines deutschen Energieversorgers endgültig ad acta gelegt. Diese Aufgabe scheint erledigt!

Wir freuen uns darüber und sind auch ein wenig stolz darauf! Wieder einmal zeigt sich, dass sich das Durchhalten lohnt, dass Proteste und Argumente etwas bewirken können. Unsere finnischen Partner freuen sich ebenfalls, hier ein Auszug aus ihrer Mail, bzw. ein Facebook-Post:

Hanna Halmeenpää :
"Was fur ein Tag hier!!! What a day! It has been a total media "riot" after the news of E.ON,  this was the main news in the Finnish media today, and we were giving statements all the day. When Katrin called me, there was the finnish tv news on my yard filming...it ended uo into the news too when we spoke on the phone." ;)
 
Eero Parunka:
"Meine herzliche Danke richtet für alle Urgewald e.V Aktivisten, welchen es möglich machten, dass Energiekonzern E.on sich von finnischen Schwerindustrie geführte Atomwahn in Pyhäjoki trennt. Ohne wichtigste Teilhaber ist Vorkommen im Pyhäjoki so gut wie geschitert. Ihr habt es gezeigt, dass man mit mutigen Handeln Welten ändern und blüen bringen kann. aus Lappland: Eero Perunka"

Hanna Halmeenpää stellt unangenehme Fragen auf der E.ON Hauptversammlung