Deutsche Banken finanzieren Umweltzerstörung in Indonesien

31. Dezember 2006

Deutsche Banken rühmen sich gerne als Vorreiter in Sachen Umweltmanagement. Dieses „Saubermann“-Image erhielt in den letzten Jahren jedoch einige tiefe Risse – spätestens, als vor drei Jahren bekannt wurde, dass sich alle großen deutschen Bankhäuser (Deutsche Bank, Dresdner Bank, HypoVereinsbank, Commerzbank, KfW, einige Landesbanken sowie Hermes via Gewährung von Exportbürgschaften) in den 90er Jahren an der Finanzierung der indonesischen Papierholding Asia Pulp and Paper (APP) beteiligt haben. Diese ist für massive Regenwaldzerstörungen auf der Insel Sumatra verantwortlich.

Hintergrundtext: Firmenprofil der Zellstoff- und Papierfabrik Asia Pulp & Paper (APP) (PDF 24 KB)
Hintergrundtext: Firmenprofil des Zellstoffproduzenten Asia Pacific Recources International Holdings Ltd. (APRIL) (PDF 24 KB)

Ende 2005 wurde bekannt, dass die Deutsche Bank Finanzberater für eine indonesische Zellstofffirma (United Fiber System) war und über ein Investment in eine indonesische Zellstofffabrik nachdachte. Nach Kampagnen von urgewald und anderen Umweltorganisationen zog die Deutsche Bank sich jedoch aus dem Projekt zurück.
Pressemitteilung 21.12.2005: Deutsche Bank setzt Engagement im indonesischen Zellstoffsektor aus
Pressemitteilung 9.12.2005: Deutsche Bank überprüft Geschäft mit dem indonesischen Zellstoff-Konzern UFS