Chiles Naturwälder zerstört für Papier

31. Dezember 2006

"Wer den chilenischen Wald nicht kennt, kennt diesen Planeten nicht!"
Pablo Neruda

Chiles Landschaft ist vielfältig, seine Wälder legendär: schneebedeckte Vulkane, die trockenste Wüste der Welt – die Atacama-Wüste, wunderschöne Seen und unterschiedlichste Waldtypen: Palmwälder, Hartlaub-Wälder, temperate Regenwälder und prähistorische Araucaria-Wälder prägen das Land. Ein Drittel der Wälder Chiles ist noch Urwald, doch nur 27% dieser Urwälder sind geschützt.

Die treibende Kraft für den Verlust von Naturwäldern in Chile ist ihre Umwandlung in Plantagen mit exotischen Baumarten, die für die Zellstoffherstellung genutzt werden. In dem Zeitraum zwischen 1978-1987 wurden 31% der Naturwälder in der Küstenregion in Plantagen umgewandelt.

Der Rohstoff für die lokale Zellstoffproduktion stammt aus Plantagen. Ein Großteil der 2,1 Millionen Hektar Kiefern- und Eukalyptusplantagen liegt im traditionellen Lebensraum der Mapuche Indianer, die sich gegen die Ausweitung von Zellstoffplantagen wehren: „Unsere Mapuche Gemeinden werden weiterhin für ihr Überleben im Angesicht der Plantageninvasion kämpfen, deren Expansion zu stoppen und unser Land zurück zu fordern. Diese Invasion der Konzerne Minico/CMPC und Arauco, den Hauptkontrolleuren des Holzmarktes, hat andauernde Konflikte mit den Mapuche verursacht.“ Die Firma Arauco ist einer der Hauptgegner der Mapuche-Bewegung beim Kampf um die Anerkennung ihrer Rechte.

Weitere Informationen:
Alternativer Waldschadensbericht

Die beiden größten Konzerne in Chile, Arauco und CMPC, waren an der Zerstörung von Chiles Naturwäldern beteiligt und sind in Konflikte mit den Mapuche Indianern verwickelt.
Deutschland importiert Zellstoff sowohl von Arauco als auch von CMPC.
Hintergrundtext: Firmenprofil des Zellstoffkonzerns Arauco (PDF 28 KB)